Signalskitchen's Blog

HF, VHF, UHF: Monitoring, DXing, SWL, Signal-Analyse & SDR

Archiv für Dezember, 2009

Neue DLL für aktuelle PERSEUS-Software

Nach einigen Problemen mit der neuen Software-Version 2.1.H gibt es jetzt vom Hersteller eine neue DLL-Datei.

Diese kann hier heruntergeladen werden. Die Zip-Datei einfach entpacken und anschließend die Datei in das Perseus-Installationsverzeichnis kopieren – fertig.

Mit dem Update werden z.B. die Konnektivität mit CW Skimmer und Drittanbieter-Software verbessert. Ferner ist damit der Betrieb mehrerer Perseus-SDR nun problemlos möglich.

Ich habe das Update durchgeführt und alles läuft gut.

73, Alexander

Test mit Code 300-32

Heute habe ich mal einen Testlauf mit der Hoka-Software Code 300-32 eines Bekannten durchgeführt. Die Software ist auf einem etwas älteren Laptop installiert. Daher habe ich das RX-Signal über die Soundkarte vom meinem Perseus-Rechner (MacBook Pro) herausgeführt und über die interne Soundkarte des anderen Rechners wieder eingeschleift –  funktioniert gut.

Ich habe die Code 300-32 auf folgende Frequenzen/Signale losgelassen:

1. Hamburg Meteo/Pinneberg (10100kHz)

2. SAB/Göteborg (3264 kHz)

3. Luftwaffe Frankreich/Bordeaux (2817kHz)

4. HFDL/Shannon (2998kHz)

5. UNID (4325kHz)

Die „Ergebnisse“ habe ich jeweils als Screenshot eingefügt:

Hamburg Meteo(Baudot)

SAB (GW-FSK)

Luftwaffe Frankreich (Baudot)

HFDL (HFARCAS)

UNID (FSK 50 Baud)

Was ich nach diesem ersten Testlauf schon sagen kann: Es ist erstaunlich, was die Software nur mittels der „normalen“ Soundkarte dekodieren kann – sofern man im Vorwege genau festgestellt hat, um welches Kodierverfahren es sich handelt (Ein Blick in die Bücher von Klingenfuss, Marten etc. hilft meistens, aber eben nicht immer!).

So richtig überzeugt hat mich die automatische Signalidentifizierung der Software noch nicht. Es gilt, hier manuell durch ausprobieren der Sache auf die Spur zu kommen. Signals Analyzer bietet sich dazu sehr gut an. Allerdings bietet Code 300-32 auch eine breite Palette an Analysewerkzeugen an. Ich werde mich damit jetzt mal näher beschäftigen.

Ich berichte an dieser Stelle wieder…

73, Alexander

Excalibur – DDC SDR von Winradio

Nach Informationen der Firma Winradio, wird es im März kommenden Jahres ein „echtes“ SDR der australischen Elektonikschmiede geben.

Excalibur genannt oder auch in alter Kennzeichungstradition WR-GR-31DDC wird in der 1.000 USD-Preisklasse angesiedelt sein und verspricht gemäß Winradio in der Liga des Perseus mitzumischen.

Mit dem Gerät, in dem ein 16-Bit 100 MSPS A/D-Konverter werkelt, ist RX von 9 kHz bis 50 MHz möglich. IP3 ist mit +31dBm angegeben. Das SDR sampelt ein Spektrum von bis zu 2 Mhz herunter. Insgesamt sind 21 unterschiedliche Bandbreiten vorwählbar, die auch entsprechend als Wave-File aufegenommen werden können. Der Clou der Software ist allerdings, dass gleichzeitig drei unterschiedliche Frequenzen empfangen werden können.(Foto: Winradio)

Mehr zum Excalibur gibt es hier.

Ich bin schon gespannt auf die ersten Testberichte und direkten Vergleich mit dem Perseus bzw. den RF-Geräten.

AREPS – Simulation der Wellenausbreitung von Hamburg Meteo

Heute habe ich mich etwas mit der Raytrace-Software AREPS beschäftigt und dabei insbesondere die Google-Earth-Funktion ausprobiert.

Die nach dem Raytrace-Verfahren errechnete Wellenausbreitung des Meteo-Senders DDH47, in Pinneberg (bei Hamburg) auf der Frequenz 10100.8 kHz,  wird automatisch an Google-Earth übergeben und dort projeziert.

Zur besseren Sichtbarkeit habe ich die Wellen um den Faktor 3 vergrößert.

Zum Spaß habe ich in 5°-Schritten einmal einen kleinen „Wellen-Fächer“ gen Süden erzeugt, der eindrucksvoll zeigt, wie sich die Wellen am heutigen Tag verhalten.

Neben dem Reflektionsverhalten der Wellen an der Ionosphäre, sind die Wellen gut zu erkennen, die direkt in den Weltraum austreten bzw. dies zum Ende der Strecke von ca. 11.000km tun. Ferner ist erkennbar, dass je Strahlungsrichtung mehrere Raumwellen unterschiedlich gebrochen und damit reflektiert werden.

Im nächsten Schritt werde ich nun die Hauptwellen in blau einfärben und die Wellen die die Ionosphäre durchbrechen in rot.

Die Bilder sprechen für sich.

Von Nils Schiffhauer gibt es hier ein schönes Video, welches den Umgang mit der Software AREPS erklärt.

Die Software AREPS steht hier zum kostenlosen Download bereit.

73, Alexander

Perseus SDR – Neue Software (v 2.1h)

Seit heute steht die neue Software in der Version 2.1h für den Perseus-SDR direkt bei microtelecom zum download bereit.

Um die 14 Verbesserungen bzw. Neuerungen sind auf der Website zum Update aufgelistet. So wird nun der Parallelbetrieb mehrerer Perseus-SDR’s unterstützt. Ferner ist Vista und Windows 7 in 32 bzw. 64bit unterstützt. Ein neuer FPGA-Core läßt 48,96 und 192 kHz Sampling-Raten zu. Zudem sind viele optische Features verbessert worden.

Ich lade die Software jetzt mal und werde mich am Wochenende mal mit dem Update beschäftigen und berichten.

Ich bin sehr gespannt….

73, Alexander

Nachtrag:

Die Software ist installiert und läuft tadellos auf der XP-Umgebung. Wichtig ist in diesem Zusammen han nur, dass sich die USB-Treiber-Umgebung geändert hat. Daher ist vor der Installation der Perseus-Software der neu USB-Treiber zu installieren.

Im Betrieb ist mir bisher lediglich aufgefallen, dass sich das Sonagramm in der Farbwelt verändert hat. Die Templates sind erweitert worden. Schön ist nun, dass es möglich ist, sich sein eigenes Template zu schaffen.

Neue Kategorie – Presse-Spiegel

Mit Blick auf die Zeitschriften, die ich regelmäßig bekomme, kam mir die Idee interessante Artikel bzw. Aspekte aus dem FUNKAMATEUR, der CQDL und dem RADIO-KURIER hier monatlich zusammen zu tragen.

Beim Pressespiegel für den Dezember stehen folgende Artikel im Fokus:

Radio-Kurier

Sonogramm im NF-Bereich (S. 36)

Funkamateur

Aktiv-/Passiv-Antennensystem (S. 1281)

CQDL

Bandwacht: QRG’s, Auswahl (S. 853)

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Sonogramm im NF-Bereich

Im Artikel von Nils Schiffhauer werden die Möglichkeiten der Signal-Analyse im NF-Bereich aufgezeigt. Insbesondere für RX-Betrieb mit „klassischen“ Empfängern ist die NF-Analyse mittels Software und PC, der per Audiokabel mit dem RX verbunden ist, interessant. Der Autor nennt folgende Software-Pakete, um das demodulierte Signal einer genauen Betrachtung zu unterziehen:

Mit letztere Software ist es mit dem sog. Frequenzmikroskop möglich in den Milliherzbereich zu blicken und damit Dopplerspuren, beispielsweise von Flugzeugen oder Meteoriten, nachzuspüren. Ferner ist mittels o.g. Software die Frequenzänderung eines HF-Signals an sich bewegender Ionosphären zu erkennen. Beobachtungen von sich schnelle ändernden Vorgängen, beispielsweise Datensignalen, sind mittels Sonogramm nachvollziehbar. Der zweiseitige Artikel umfasst 7 Abbildungen, die größtenteils in Farbe gehalten sind.

Aktiv-/Passiv-Antennensystem

Der dreiseitige Artikel stellt ein vertikales Aktiv-/Passiv-Antennensystem auf Basis eines 5/8-Lambda-Vertikalstrahlers für das 2m-Band vor. Der Autor Josef Becker seziert dabei ein von ihm entworfenes System, welches für Lang-, Mittel- und Kurzwelle (Frequenzbereich RX: 20kHz bis 60 Mhz) ausgelegt ist. Als passiv-Antenne ist das System bis in den untersten Längstwellenbereich einsetzbar. Der Artikel ist der Erste aus einer Doppelserie.

Bandwacht: QRG’s, Auswahl

Insbesondere die identifizierten Radar-Signale finde ich erwähnenswert. Dies sind:

7055 kHz – Überhorizontradar der Chinesen, 43pps, 50kHz breit, CHN

10159 – unbekanntes Radar vom Typ „Superdarn„?

14000 – 14340 – Überhorizontradar der Briten auf Zypern

14190, 14340 – Überhorizontradar der Russen, Typ ABM-2 „Steelyard“ (Soundbeispiel gibt es hier und einen weitern Link zum Thema Steelyard)

21350, 21400 – Überhorizontradar der Briten auf Zypern

Sigmira Version 1r5 im Einsatz – STANAG-Decoder

Die neue Version der Dekoder-Software SIGMIRA in der Version 1r5 (im Softwarepaket sigtools_1r9b enthalten) ist seit kurzem verfügbar. Direkt auf der Website des Autors ist die kostenlose Software downloadbar.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, bei denen ich vermutlich noch die sigtools_1r9 erwischt hatte,funktionierte der Stanag 4285-Programmteil nicht. Daraufhin habe ich das gesamte Paket nochmals geladen und installiert (nach dem ich vorher die alte Software deinstalliert hatte).

Nun läuft alles wirklich prima. Das Signal läuft direkt via VAC-Anbindung vom Perseus in Sigmira ein. Dort kann dann unmittelbar über „Mode“ S4285 angewählt werden. Die Dekodierung ist als binär, ITA-2 bzw. ASCII-Satz möglich. Mittels des Sync-Indicators und der Pegelanzeige kann man gut erkennen, ob es sich um ein 300 oder 600 Baud-Signal handelt. Einfaches Probieren hilft. Ist der Signalpegelanzeiger hoch, dann hat man die richtige Baud-Einstellung getroffen.

Getestet habe ich die Software auf der Frequenz 2209.0 kHz der NATO-Funkstelle der Marine in Stavanger in Norwegen. Das Signal habe ich mit S6 über eine Aktivantenne aufnehmen können. Wie zu erwarten ist der Datenstrom verschlüsselt. Interessanterweise habe ich einige kHz neben dem Stanag-Signal sporadisch eine Phone-Verbindung aufnehmen können, wobei die Übertragung durch einen Scrambler verschlüsselt war.

Der obeige Screenshot zeigt SIGMIRA 1r5 im Einsatz.

Morgen geht die Wellenjagd weiter…

73, Alexander