Signalskitchen's Blog

HF, VHF, UHF: Monitoring, DXing, SWL, Signal-Analyse & SDR

Presse-Spiegel Januar 2010

Im Presse-Spiegel für diesen Monat werde ich ein Schlaglicht auf folgende Artikel werfen:

Funkamateur

ADT-200A Software Defined Radio (TRX), Teil 1, Seite 22

Einstieg in Hellschreiber, Teil 1 – Theorie, Seite 64

Radio-Kurier

Medav LR2 Software Defined Radio (RX), Seite 20-21

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„ADT-200A – das Schweizer Wunder: voll digital mit Messgerätequalität (1)“, Funkamateur Januar 2010, Seite 22 – 25

Autor Bernd Petermann geht in dem ersten Teil seines Artikels auf das TRX-Konzept des ADT-200A ein. Das interessante an dem Gerät ist die Tatsache, dass es ohne externen Computer auskommt. Mehr zum Gerät gibt es hier.

Die von Petermann durchgeführten Messungen des Empfängers bringen passable Ergebnisse: „Die Empfindlichkeit… erreicht bei aktivem Vorverstärker ein akzeptables Niveau…Das Rauschmaß des Empfängers liegt auf Frequenzen zwischen 1 und 30 MHz bei 10dB.“

Den Dynamikbereich, je nach eingestellter Empfängerbandbreite vermisst er mit Werten zwischen 90 und 100 dB. Den Filtern bescheinigt der Autor „beeindruckende“ 100dB Selektion (50Hz-CW-Filter).

Im Artikel werden ferner Messergebnisse zur Genauigkeit des S-Meters, Sendeleistung und Sender-Intermodulation, Senderfrequenz und dem Senderrauschen vorgestellt. Beim Senderrauschen ist der ADT-200A „…Stand der Technik…“. Das Gerät unterschreitet sogar das Phasenrauschen des eingesetzten R&S-Spektrumanalysators.

Ich bin auf den zweiten Teil des Artikels gespannt.

Ich kann nur jedem Interessierten diesen 4-seitigen Artikel ans Herz legen, er ist sehr aufschlussreich.

„Einstieg in Hellschreiber (1)“, Funkamateur Januar 2010,  Seite 64

Der Artikel von Dieter Zimmermann beleuchtet das Thema kurz mit einem historischen Aufriss und widmet sich nach diesem zunächst den „Hell-Varianten“ – Feldhell, PSK und FM-Hell.

Insgesamt beschränkt sich der Autor auf die Beschreibung der gängigsten Hellschreibe-Verfahren, wie sie von den bekannten Programmen wie MultiPSK, MixW und HRD umsetzbar sind.

Bemerkenswert: Die Zuverlässig- und Verwendbarkeit von Feldhell ist beeindruckend. Feldhell ist „…extrem immun gegen Rauschen und Störungen, da auch verrauschte Punkte noch eindeutig erkennbar sind und gestörte Buchstaben aus dem Zusammenhang erkannt werden können. Text ist noch erkennbar, wenn 20 % der Datenbits fehlerhaft sind – RTTY gibt bereits bei 5 % auf“, stellt der Autor fest.

Für den zweiten Teil der Artikelserie werden Erörterungen zu C/MT-Hell und S/MT-Hell sowie Praxis-Beispiel angekündigt.

„MEDAV LR2: SDR-Profis werden preiswerter“, Radio-Kurier Januar 2010, Seite 20-21

In der aktuellen Ausgabe des Radio-Kuriers beschäftigt sich Autor Nils Schiffhauer wieder einmal mit einem seinem Lieblingsthema – Software Defined Radio. Dabei wirft er nun einen Blick in Richtung der professionellen SDR’s, wie sie z.B. Nachrichtenaufklärer verwenden. Die Firma MEDAV ist mit ihren 75 Mitarbeitern ein Mittelständler, der seit jeher mit „Hard- und Softwaresystemen für die Nachrichtenaufklärung, für das professionelle Monitoring“ aufwartet.

Mit seinem neuen SDR LR2(Version D-2) bietet das Unternehmen seit Herbst 2009 ein Gerät mit entsprechender Software für den Frequenzbereich von 100kHz – 30 MHz an. Der Preis lag bei einer Einführungspromotion im Herbst letzten Jahres bei stolzen 3.600,- Euro.

Schiffhauer porträtiert das Gerät nach einer zwei-wöchigen Testphase und kommt dabei u.a. zu folgenden Ergebnissen:

  • Das Gerät zeigt  ein „sensationelles Großsignalverhalten, das durch einen Intercept-Punkt von typischerweise +40dBm gekennzeichnet ist und sich somit mit dem Wert des Telefunken E1800 messen kann.“
  • Die Software bietet z.Z. lediglich eine „Bandbreite von maximal 150 bzw. 500 kHz“ -weniger als der Perseus (1,6 Mhz)! MEDAV hat aber angekündigt, die Bandbreit wäre noch vergrößerbar
  • Schiffhauer kommt zu dem Schluss, dass eine „hohe Empfindlichkeit bei gleichzeitig exzellentem Großsignalverhalten sowie eine gute Auslegung der automatischen Verstärkungskontrolle AGC“ die wesentlichen Eigenschaften für den technologischen Vorsprung sind. Da die Unterschiede zwischen professioneller und semi-professioneller Technik sich immer mehr verringern schließt Schiffhauer seinen Artikel mit der Auffassung, dass in „Zukunft also wird die Software entscheiden“, und nicht mehr die Hardware

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