Signalskitchen's Blog

HF, VHF, UHF: Monitoring, DXing, SWL, Signal-Analyse & SDR

Praxistest: Pegelverlaufmessung und Auswertung mit der neuen Perseus-Marker-Funktion

Nach dem ich von der neuen Marker-Funktionalität der aktuellen Perseus-Software (2.1.h) lass, da fragte ich mich zunächst, was man damit so machen kann. In der Vorgängerversion war ja durch das Positionieren von zwei Markern bspw. Das Vermessen des Shifts bei RTTY-Signalen schnell und gut möglich.

Kern der erweiterten Marker-Funktion ist, neben der Verfügbarkeit von bis zu acht Markern, vor allem die Logfunktion, die nun in bestimmten Zeitabständen den Pegel an der markierten Frequenz misst und in einer Datei speichert. Nils Schaffhauer hat dazu ein sehr ausführliches Papier verfasst, welches ich als Grundlage für meinen ersten Gehversuch, den ich hier vorstellen werde, genutzt habe.

Am vergangenen Sonntag (10.01.2010) habe ich dazu ab 13.00 UTC für ca. 90 Minuten die Signale von All India Radio Shillong, Meghalaya (IND) auf 4970 kHz und People’s Broadcasting Station Xinjiang, Urumqi (CHN) auf 5060 kHz geloggt. Um die Aussagekraft und Vergleichbarkeit der beiden AM-Sendesignale zu haben und den Signal-Rausch-Abstand erkennen zu können, habe ich zusätzlich einen dritten Marker auf den Rauschflur bei 5019 kHz gesetzt.

Die Parameter für die Messung auf einen Blick:

  • Messintervall: 5 Sekunden (Mkr Log Interval)
  • Messgröße: dBm (SMTR/Mkr Units)
  • Setzen der Marker direkt auf den Träger des jeweiligen Signals, daher ist die Messung relativ unabhängig von der Auflösungsbandbreite (RBW)

Nach Beendigung des Logs habe ich die Daten aus dem Logfile zunächst in Excel importiert. Anschließend sortierte und fasste ich die Marker-Pegel entsprechend zusammen. Im letzten Schritt der Datenformatierung änderte ich die registrierten Zeitintervall (wie oben geschrieben, in 5 Sekunden Abständen) und transformierte diese in absolute Uhrzeitangaben. Mit diesen Daten ließ sich dann ohne Probleme das unten stehende Diagramm erzeugen, welches die Pegelverläufe in dBm (Y-Achse) in Abhängigkeit zur Uhrzeit/UTC (X-Achse) zeigt.

Was sieht man auf dem Diagramm?

Zunächst ist erkennbar, dass das Signal von Shillong ab ca. 13.30h kontinuierlich an Stärke gewinnt. Der Signal-Rauschabstand (S/N) nimmt zu, womit auch eine Verbesserung der Verständlichkeit einher geht.  Im Vergleich zum Signal aus China ist das indische schwächer.

Wie geht es weiter?

Mit dem Wissen aus der Funktionsweise der Datengenerierung, der Konvertierung, Zeitadaption und letztlich der Erstellung eines lesbaren Diagramms werde ich mich nun einmal daran machen und Signalverläufe unter Grey-Line-Bedingungen analysieren.

73, Alexander

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