Signalskitchen's Blog

HF, VHF, UHF: Monitoring, DXing, SWL, Signal-Analyse & SDR

Modifikation des Icom PCR-1000: Nachrüstung eines 10,7 MHz-Ausgangs

Die Nutzung der SDR-Technologie bringt viele Vorteile mit sich – variable Filter, Bandüberblick,
breitbandige Aufnahme der Signale. Doch leider sind direktabtastende SDR bisher auf den HF-Bereich
beschränkt. Zur Erweiterung des RX-Bereichs können hier sogenannte Downconverter
(Frequenzumsetzer) helfen. Diese sind aber oft auf ein kleinen Frequenzbereich beschränkt. Mein
Wunsch nach einem möglichst groß abdeckenden Frequenzbereich – VHF-UHF-SHF – setzt das
beschränkte Angebot an Umsetzern Grenzen.
Daher reifte die Idee, warum nicht ein breitbandigen Scanner als Front-End zu nutzen und eine
passende Zwischenfrequenz (ZF/IF), die vom SDR – in meinem Fall ist es ein PERSEUS – empfangen
werden kann entsprechend zu verarbeiten. Scanner, die bereits über einen ZF-Ausgang verfügen und
einigermaßen bezahlbar sind kann man an einer Hand abzählen. Der bekannteste Vertreter ist wohl der
AOR 5000, der ein 10,7 MHz ZF-Signal mit einer Bandbreite von 5 MHz zur Verfügung stellt. Doch mit
Blick auf die notwendige Investition kommt einem sofort der Gedanke, eine Lösung zu suchen, die
wesentlich kostengünstiger ist, bei akzeptablen HF-Ergebnissen.
So fokussierte sich schnell der Blick auf den, wenn auch schon etwas in die Jahre gekommenen,
Breitbandempfänger PCR-1000 der Firma ICOM. Der zwar nicht mit einem ZF-Ausgang ab Werk
ausgestattet ist, aber dessen klarer Aufbau und die im Internet auffindbare Dokumentation (Service-
Manual
) im Vorwege zumindest die Möglichkeit eröffnen, sich über etwaige Lösungen, wie man ein ZF-Ausgang
nachrüsten kann, zu informieren.
Also machte ich mich auf den Weg…und wurde fündig…

Die Umbau-Anleitung finden Sie hier zum download:

PCR-1000-Modifikation_10.7 MHz-Ausgang_web.

73, Alexander

6 Kommentare»

  Hermann wrote @

Hallo Alexander,

danke für die ausführliche Modifikationsbeschreibung und den Hinweisen auf Risiken mit dem Elko. Diese Modifikation funktioniert bei mir jetzt schon seit 4 Jahren mit einem NRD 525 zufriedenstellend. Ich habe diese Modifikation schon vor vielen Jahren im Netz gefunden. Danke WWW😉

PS: Das Kabel ohne Buchse nach außen führen ist stressfreier…

  signalskitchen wrote @

Hallo Hermann,

danke für Dein Feedback.
In der Tat gibt es im Netz einige Modifikationsbeschreibungen für den PCR-1000. Doch diese sind z.T. lediglich in reiner Textform. Aus dem Grund hielt ich es für angemessen, einmal eine ausführliche und deutschsprachige zu verfassen.
Freue mich immer über Anregungen und Verbesserungsvorschläge.

73, Alexander

  Wolfgang K. wrote @

Ich habe die Mod. am PCR-1000 ebenfalls vor längerer Zeit durchgeführt. Dabei habe ich das Loch der Erdungsschraube etwas aufgebohrt und eine BNC-Buchse eingebaut. Auf die Schraube kann man verzichten, die Erdung über die Kabel dürfte ausreichend sein.
Da das Gehäuse mit dem eingebauten DSP sehr heiß wurde, habe ich größere Gummifüße unter das Gerät geklebt. Jetzt ist es merklich weniger heiß. Das kommt der Lebensdauer, spez. der Elkos zugute.

  Hermann wrote @

Hallo Wolfgang,

es muss verschiedene Versionen des PCR-1000 geben, denn mein Gerät mit UT106 eingebaut wird gerade mal „handwarm“, von Elkostress kann hier also keine Rede sein. Die fehlende Erdung bei einer Außenantenne finde ich sehr bedenklich, denn zur Hf-Komponente kommt immer noch die elektrische Sicherheit. Ich würde diesem Tipp NICHT bedenkenlos folgen!

  Wolfgang K. wrote @

Hallo Hermann,

die Hauptwärmequelle ist ein Spannungsregler. Er wird mit DSP 85 Grad, ohne DSP 60 Grad Heiss. Vor allem wird die Gehäuseunterseite heiss. Deshalb habe ich die Belüftung darunter verbessert.
Die Ursache für die höhere Wärmeentwicklung ist offensichtlich mein Netzteil. Dieses Originalnetzteil gibt knapp 14V ab. Ich habe probeweise ein 12V Netzteil angeschlossen. Der PCR wird damit, zumindest an der Oberseite, ebenfalls nur Handwarm.
Die Temperatur am Spannungsregler „nur“ noch 70 Grad.

Um die Antenne zu erden ist der Empfänger der falsche Punkt. Die Erdung der Antenne muss über den Gebäudeerder (via Potentialausgleichsleitung) erfolgen.
Bei keinem meiner Empfänger war bisher eine seperate Erdung erforderlich. Die vorhandenen Kabelverbindungen waren dafür ausreichend.
Wer sie braucht, kann auch Alternativ am Gehäuseboden eine Erdungsschraube anbingen.
mfg

  Hermann wrote @

Hallo Wolfgang,

es gibt eine VDE-Bestimmung, welche das Erden eindeutig regelt. Eine einseitige Erdung ist nun mal VERBOTEN in Deutschland und fast weltweit. Die Hersteller würden sich gerne die Erdschraube sparen…

Bitte googel selber nach diesen Bestimmungen (mit denen ich beruflich alt werden musste).😉

Gruß, Hermann


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