Signalskitchen's Blog

HF, VHF, UHF: Monitoring, DXing, SWL, Signal-Analyse & SDR

Archiv für Oktober, 2010

Presse-Spiegel November 2010

Der Oktober hatte aus meiner Sicht, auf die drei Medien CQDL, Funkamateur und Radio-Kurier bezogen, nichts zu bieten. Aus diesem Grund habe ich auf einen entsprechenden Presse-Spiegel verzichtet. Das Studium der November-Ausgaben ließ mich glücklicherweise wieder an einigen Artikeln verharren, die ich in diesem Presse-Spiegel anreißen werde.

Viel Spaß beim lesen!

CQDL

WSPR und PSK31 via Laser, S. 763 – 764

Funkamateur

CB- und Jedermannfunk, S. 1219

 

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“WSPR und PSK31 via Laser“ CQDL November 2010, Seite 763 …

In dem kurzen Artikel von Klaus Korn (DJ6LB) wird berichtet, dass es Roland Brüstle (DL3NDR) und dem Autor gelungen ist, über eine Strecke von 27,5 km mittels einer 1mW-Laserdiode Betrieb in den Betriebsarten PSK31 und WSPR durchzuführen. Laut Korn soll Hardware nur in sehr geringem Umfang nötig sein – lediglich Fotodiode, Laserdiode und Notebook. Das jeweilige Interface zwischen RX/TX und PC bestand aus einem OP und zwei Transistoren. Leider geht der Artikel nicht weiter auf die Details ein. Wer also mehr dazu hat kann dies hier gerne posten.

 

“CB- und Jedermannfunk “ Funkamateur November 2010, Seite 1219

Der Autor Harald Kuhl beschreibt auf dem einseitigen Artikel die praktische Nutzung eines SDR – in diesem Fall eines Excalibur von Winradio – zur Unterstützung des Betriebs im 11m-Band. Neben Monitoring des gesamten Bandes und das erkennen möglicher Funkpartner geht es Kuhl auch um das Thema CB-DX – hier kann ein SDR dem CBler gut Dienste erweisen, um auf die raren Verbindungsmöglichkeiten schnell reagieren zu können. Im Artikel geht der Autor zu dem auf das wichtige Thema der Trennung des SDR vom Sende-Signal mittels Switch Box ein (zwei Hersteller – ELAD und Woodboxradios DSW-150 werden genannt).

73, Alexander

 

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Fundstück: Und noch ein SDR – Pappradio, ein SDR für 60 Euro

Scheinbar ist SDR groß in Mode. Die Geräte werden immer besser und günstiger. Einer dieser Gesellen ist das Pappradio.

Vielversprechende technische Daten für ein Consumer-RX (im Vergleich zum FiFi ist der IP3-Wert um Welten besser) lassen hoffen.

Für 60,- Euro bekommt man ein SDR-RX welcher das Spektrum von 150 kHz bis 30 Mhz abdeckt. Das Gerät verfügt über vier schaltbare Bandpässe. Der Winzling (12,5 x 7,7 x 1,25 cm) und nur 125g schwere SDR kommt in einem schwarzen AL-Gehäuse daher (Gehäuse-Version: 65,-).

Mehr zum Gerät gibt es hier.

Der geringe Anschaffungspreis kann einen leicht zum Kauf verleiten…

Leider ist die Lieferzeit mit 8 Wochen angegeben – schade für so ein Gerät. Aber vielleicht was für Weihnachten!?

73, Alexander

FiFi – Neuer SDR

In der November-Ausgabe des Funkamateurs wird ein neu entwickelter SDR vorgestellt – der FiFi-SDR. In Anlehnung an das jährlich stattfindende Fichten-Fielday des OV Lennestadt entwickelten verschiedene Funkamteure gemeinsam in knapp einem Jahr das kompakte RX-SDR.

Mehr zum FiFi findet sich hier.

Das Magazin Funkamateur hat angekündigt, ein entsprechenden Bausatz (BX-222) anbieten zu wollen. Leider finden sich dazu noch keine Informationen im Shop des FA.

Im Presse-Spiegel November werde ich über den Artikel im FA berichten…

 

73, Alexander

 

VisualRadio 9.5 – Perseus über das Internet oder LAN steuern

Mit der neuen Version 9.5 der Software VisualRadio ist es möglich den PERSEUS über das Internet oder ein LAN zu steuern. So ist es nun kinderleicht, eine abgesetzte RX-Station an einem ungestörten QTH einzurichten (vorausgesetzt, dort ist ein Internetanschluß vorhanden).

Die kostenlose Software (VisualRadio 9.5.0 Home & Academic Edition) kann hier heruntergeladen werden. Nach der Registrierung bekommt man den Freischalt-Code zugesendet.

Auf der Website des Herstellers von VisualRadio, der unter anderem auch das LEARAS-Monitoring-Sytem für die britische Armee entwickelt hat, finden sich Anleitungsvideos, die zeigen wie das System eingerichtet wird – ein toller Support!

VisualRadio arbeitet auf Windows XP, Vista, Windows 7, Server 2003, Server 2008, Server 2008 R2 in 32 oder 64 Bit.

Viel Spaß beim einrichten.

73, Alexander

Presse-Spiegel September 2010

Die Septemberausgabe des Presse-Spiegel musste lange auf sich warten – dies bitte ich zu entschuldigen. Nun habe ich aber die Zeit gefunden, die aus meiner Sicht interessantesten Artikel der drei Medien Funkamateur, CQDL und Radio-Kurier zusammen zu fassen.

Viel Spaß beim lesen!

CQDL

WSPR – Flüstersignale im Äther, S. 650

Radio-Kurier

Hintergrund: Hallo, Echo!, S. 30

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“CQDL – Flüstersignale im Äther“, Funkamateur September 2010, Seite 650

Auf Seite 650 stellt Autor Harmut Brodien die Software WSPR vor, mit der man sich einen „Bild“ zu den aktuell vorherrschenden Ausbreitungsbedingungen machen kann.

Der Artikel geht sehr dezidiert auf die Inbetriebnahme der Software und die notwendige Hardware ein. Die Software WSPRWeak Signal Propagation Reporter registriert in Zusammenarbeit mit einem geeigneten RX schwache Bakensignale (Feste QRG’s von 600m bis 6m) und speichert dann die empfangenen Pegel, diese können dann automatisch einer im Internet publizierenden Datenbank gemeldet werden – so haben dann auch andere Nutzergruppen etwas von den Messergebnissen. Imposant erscheint die Möglichkeit der Software, Signale von -32 dB unter dem Rauschen noch erkennen zu können.

Gerade für SWL’s ist das korrekte Decodieren eine interessante Sache.

Mehr zu der Software und den Möglichkeiten gibt es hier.

“Hintergrund: Hallo, Echo“, Radio-Kurier September 2010, Seite 30

Wieder einmal bringt Autor Nils Schiffhauer etwas Licht in die große Welt der Hochfrequenztechnik. Offensichtlich ist er der einzige Autor beim Radio-Kurier, der versierte Artikel zum Thema HF-Technik und angrenzende Themen verfasst – eigentlich schade, denn der Radio-Kurier ist gerade für SWL’s ein wichtiges Organ, welches durchaus mehr technische Artikel vertragen könnte – aber nun zum Artikel.

In dem drei Seiten umfassenden Beitrag geht Schiffhauer den immer wieder auftretenden Echos von HF-Aussendungen nach, insbesondere denen über der 10-MHz-Grenze. Diese Erscheinungen treten immer dann auf, „wenn ein Signal auf mindestens zwei zeitlich unterschiedlichen Wegen den Empfänger und die davor sitzenden Ohren erreicht“, so Schiffhauer. Als Hörer nimmt man diese Echos dann war, „wenn ihr Abstand zwischen etwa zehn und 30 Millisekunden liegt“. Interessant ist die Tatsache, das sogenannte Round The World- (RTW) Signale (Das sind Signale, die die Erde einmal komplett „umlaufen“) eine konstante Wegzeit um den Globus von 138 Millisekunden benötigen.

„Optimale Großkreise treten dann auf, wenn der Großkreis sich in der Nähe der Dämmerungszone befindet. Auf der Tagseite findet eine Ausbreitung über die F2-Schicht statt, während das Signal in der Nähe der Dämmerungszone in die E-Schicht eingekoppelt wird“. Sehr interessant erscheint die Tatsache, die russische Wissenschaftler nachgewiesen haben sollen, dass Echosignale „aus einer um 90 Grad verschobenen Richtung als man sie – über den Großkreis kommend – erwarten würde“. Die vom Autor zitierte russische Untersuchung kommt ferner zu der Erkenntnis, dass „Großkreisabweichungen abhängig sind von der Entfernung zwischen Sender und Empfänger… (und) Jahreszeit“.

Schiffhauer hat für den Beitrag auch eigenen Messungen durchgeführt, um den Echos auf die Spur zu kommen. Der Artikel bietet eine praktische Anleitung, wie diese Messungen am RX druchgeführt werden kann – der Autor machte diese wieder mal mit dem Perseus. Eine interessantes Messergebnis von Schiffhauer ist, das die Pegelunterschiede beider Signale bei ca. 10 dB liegen.

Als Ergänzung zum Artikel hat Nils Schiffhauer auf seiner Website ein englischsprachiges Papier erstellt und bietet zudem Hörbeispiele an.

73, Alexander