Signalskitchen's Blog

HF, VHF, UHF: Monitoring, DXing, SWL, Signal-Analyse & SDR

Presse-Spiegel September 2010

Die Septemberausgabe des Presse-Spiegel musste lange auf sich warten – dies bitte ich zu entschuldigen. Nun habe ich aber die Zeit gefunden, die aus meiner Sicht interessantesten Artikel der drei Medien Funkamateur, CQDL und Radio-Kurier zusammen zu fassen.

Viel Spaß beim lesen!

CQDL

WSPR – Flüstersignale im Äther, S. 650

Radio-Kurier

Hintergrund: Hallo, Echo!, S. 30

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“CQDL – Flüstersignale im Äther“, Funkamateur September 2010, Seite 650

Auf Seite 650 stellt Autor Harmut Brodien die Software WSPR vor, mit der man sich einen „Bild“ zu den aktuell vorherrschenden Ausbreitungsbedingungen machen kann.

Der Artikel geht sehr dezidiert auf die Inbetriebnahme der Software und die notwendige Hardware ein. Die Software WSPRWeak Signal Propagation Reporter registriert in Zusammenarbeit mit einem geeigneten RX schwache Bakensignale (Feste QRG’s von 600m bis 6m) und speichert dann die empfangenen Pegel, diese können dann automatisch einer im Internet publizierenden Datenbank gemeldet werden – so haben dann auch andere Nutzergruppen etwas von den Messergebnissen. Imposant erscheint die Möglichkeit der Software, Signale von -32 dB unter dem Rauschen noch erkennen zu können.

Gerade für SWL’s ist das korrekte Decodieren eine interessante Sache.

Mehr zu der Software und den Möglichkeiten gibt es hier.

“Hintergrund: Hallo, Echo“, Radio-Kurier September 2010, Seite 30

Wieder einmal bringt Autor Nils Schiffhauer etwas Licht in die große Welt der Hochfrequenztechnik. Offensichtlich ist er der einzige Autor beim Radio-Kurier, der versierte Artikel zum Thema HF-Technik und angrenzende Themen verfasst – eigentlich schade, denn der Radio-Kurier ist gerade für SWL’s ein wichtiges Organ, welches durchaus mehr technische Artikel vertragen könnte – aber nun zum Artikel.

In dem drei Seiten umfassenden Beitrag geht Schiffhauer den immer wieder auftretenden Echos von HF-Aussendungen nach, insbesondere denen über der 10-MHz-Grenze. Diese Erscheinungen treten immer dann auf, „wenn ein Signal auf mindestens zwei zeitlich unterschiedlichen Wegen den Empfänger und die davor sitzenden Ohren erreicht“, so Schiffhauer. Als Hörer nimmt man diese Echos dann war, „wenn ihr Abstand zwischen etwa zehn und 30 Millisekunden liegt“. Interessant ist die Tatsache, das sogenannte Round The World- (RTW) Signale (Das sind Signale, die die Erde einmal komplett „umlaufen“) eine konstante Wegzeit um den Globus von 138 Millisekunden benötigen.

„Optimale Großkreise treten dann auf, wenn der Großkreis sich in der Nähe der Dämmerungszone befindet. Auf der Tagseite findet eine Ausbreitung über die F2-Schicht statt, während das Signal in der Nähe der Dämmerungszone in die E-Schicht eingekoppelt wird“. Sehr interessant erscheint die Tatsache, die russische Wissenschaftler nachgewiesen haben sollen, dass Echosignale „aus einer um 90 Grad verschobenen Richtung als man sie – über den Großkreis kommend – erwarten würde“. Die vom Autor zitierte russische Untersuchung kommt ferner zu der Erkenntnis, dass „Großkreisabweichungen abhängig sind von der Entfernung zwischen Sender und Empfänger… (und) Jahreszeit“.

Schiffhauer hat für den Beitrag auch eigenen Messungen durchgeführt, um den Echos auf die Spur zu kommen. Der Artikel bietet eine praktische Anleitung, wie diese Messungen am RX druchgeführt werden kann – der Autor machte diese wieder mal mit dem Perseus. Eine interessantes Messergebnis von Schiffhauer ist, das die Pegelunterschiede beider Signale bei ca. 10 dB liegen.

Als Ergänzung zum Artikel hat Nils Schiffhauer auf seiner Website ein englischsprachiges Papier erstellt und bietet zudem Hörbeispiele an.

73, Alexander

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