Signalskitchen's Blog

HF, VHF, UHF: Monitoring, DXing, SWL, Signal-Analyse & SDR

Archiv für Dezember, 2010

Guten Rutsch!

Ich wünsche allen Lesern ein guten Rutsch ins Jahr 2011 und freue mich auf ein Wiedersehen!

73 de DE7ALG (Alxander)

Perseus: Software-Update mit www-Remote-Funktion kommt Anfang 2011

Wie kurz vor Weihnachten von Nico, dem Schöpfer des PERSEUS via Mailing-Liste zu erfahren war, kommt Anfang 2011 ein Update der Software, die es dann ermöglicht den eigenen PERSEUS-SDR über das Netz zu steuern (www-Option/Button).

Das neue Feature ist allerdings nicht Bestandteil der Software-Lizenz und muss daher extra bezahlt werden – über die anfallenden Kosten ist bisher noch nichts bekannt. Wie schon bei der Zusatzoption für Downconverter ist auch für das neue Feature eine Test-Phase vorgesehen, um die Neuerung zu testen.

Ein erstes Video, welches den Remote-Betrieb des PERSEUS zeigt ist hier zu sehen.

In den kommenden Tagen wird es direkt bei Microtelecom mehr Informationen geben…

73, Alexander

Presse-Spiegel Dezember 2010

Kurz vor dem Jahreswechsel habe ich es nun endlich geschafft, den monatlichen Pressespiegel in Angriff zu nehmen. Besonders die Dezember-Ausgaben der CQDL und des Radio-Kuriers beinhalteten interessante Artikel. Ich wünsche allen Lesern viel Spaß beim Lesen der letzten Ausgabe für dieses Jahr und freue mich auf ein Wiedersehen in 2011!

73, Alexander

CQDL

USB-Dongle zum Funcube-Projekt, S. 843 – 844

Funk-Wx: VOACAP nutzt Google Maps, S. 844

Radio-Kurier

Radar-Box, S. 32 – 34

Praxistest: IZT R3240, S. 36 – 39

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“USB-Dongle zum Funcube-Projekt“ CQDL Dezember 2010, Seite 843ff

Das Magazin berichtet in einer Meldung, dass „Howard Long, G6LVB, einen USB-Dongle zum leichten Empfang“ des gleichnamigen CubeSat-Projektes entwickelt hat. Der USB-Dongle ist technisch ein SDR. Das Gerät soll es in zwei unterschiedlichen Versionen geben, wobei der sog. „ FUNcube Dongle Pro“ den RX-Bereich von 64 – 1700 MHz abdecken soll. „Das 96 kHz breite Passband kann innerhalb des Empfangsbereichs frei gewählt werden“, so die Meldung. Der USB-Dongle ist bereits mit einer integrierten Soundkarte ausgestattet. Das SDR ist unter Win XP, Vista, Win 7, Mac OS, Ubuntu oder Linux lauffähig und kostet umgerechnet 114,- Euro zzgl Versand und Steuern.

Anmerkung:

Mehr Infos gibt es hier. Ein Video, welches das Gerät im Einsatz zeigt gibt es hier. Vom Entwickler des USB-Dongels wurde diese 11 Minuten lange Video eingestellt, welches einen Blick ins Innenleben des SDR zeigt.

“Funk-Wx: VOACAP nutzt Google Maps “ CQDL Dezember 2010, Seite 844

Stefan Hüppner, DH5FEL, berichtet in einer kurzen Meldung, dass VOACAP nun Google Maps nutzt. Diese Neuerung erleichtert es den Nutzern nun erheblich, RX und TX QTH’s einzugeben – einfach auf die Karte klicken.

„Radar-Box“ Radio-Kurier Dezember 2010, Seite 32ff

In dem drei seitigen Bericht erläutert Autor Harald Kuhl die Hintergründe und die notwendige Hardware, um das im Flugverkehr verwendeten Datenfunk-Signal S/ADS-B zu empfangen.

Er stellt im Artikel speziell die von der Firma AirNav gebaute RadarBox vor. Dabei geht er ausführlich auf die Hardware, die Software und die Möglichkeiten der Vernetzung mit anderen RadarBox-Besitzern.

Anmerkung:

Wer eine günstigere Alternative sucht und im Umgang mit dem Lötkolben versiert ist, dem sei das folgende Projekt empfohlen: miniADSB – hier kann man für knapp 70,- Euro sein eigenen ADS-B-Empfänger aufbauen , also durchaus eine Alternative zur über 400,- Euro kostenden RadarBox. Ich werde meinen Bausatz demnächst hier in einem Baubericht ausführlich vorstellen…

„Praxistest: IZT R3240“ Radio-Kurier, Seite 36ff

Über vier Seiten stellt Autor Nils Schiffhauer den professionellen SDR-Receiver R3240 der Firma IZT vor. IZT, dies ist das Innovationszentrum für Telekommunikationstechnik mit Sitz in Erlangen – eine Ausgründung des Fraunhofer-Institutes, konzentriert sich mit der R3000-Geräte-Serie in erster Linie auf Kunden aus Behörden und Militär. Das vorgestellte Gerät kostet daher auch in der Grundausstattung 15.000,- Euro.

Schiffhauer bekam von IZT den R3240 für 14 Tage zum Testen gestellt. Seine Erfahrungen mit dem Gerät beschreibt er ausführlich in seinem Bericht. Die Grund-Daten sind schon beeindruckend: RX von 9 kHz bis 3 GHz, Sicht- und Aufzeichnungsbereich liegt zwischen „6,25 kHz und 24 MHz“. Der R3240 wird über eine LAN-Schnittstellte kontrolliert. Der IP3 liegt bei +40dBm (unter 30 MHz) und max +24dBm (über 30 MHz).

Fundstück: „Taschen-Spektrum-Analyser“ für 12 Euro!

Wieder bin ich an einem interessanten Stück Hardware – in diesem Fall ist es gehackt – hängengeblieben: Einem umprogrammierten IM-Me Pager – einem Kinderspielzeug aus den USA.

Der IM-Me Pager wurde lediglich mit einem Flachbandkabel versehen, um anschließend die neue Firmware, die aus dem Pager einen „Taschen-Spektrum-Analyser“ macht, mittels der Programmierschnittstelle GoodFET upzuloaden.

Streng genommen handelt es sich bei dem Hack allerdings um einen Frequenz-Scanner: Die Software stellt den RSSI-Chip jeweils auf eine Frequenz ein, der Pegel wird gemessen und dann auf das Display geplotet – das Resultat ist ein entsprechend großer Balken. Dieser Vorgang wiederholt sich pro Sekunde mehrmals.

Mit dem so umprogrammierten IM-Me sind die Frequenzbereiche von 281 – 361 MHz, 378 – 481 MHz und 749 – 962 MHz abtastbar. Also durchaus interessant für Funkamateur, um das 70 cm-Band im Blick zu haben, oder aber auch einen Teil des GSM-Netzes.

Die Software ermöglicht es dem Nutzer drei unterschiedliche Display-Darstellungsbreiten (wide, narrow & ultrawide) zu wählen:

wide = 26,4 MHz in 200kHz Inkrementen

narrow = 6,6 MHz in 50 kHz Inkrementen

ultrawide = 88 MHz in 667 kHz Inkrementen

 

Aus meiner Sicht ist das ein schönes Projekt für einen dunklen Winterabend…

Mehr Infos gibt es hier.

 

73, Alexander

 

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche allen Signalskitchen’s Blog-Lesern eine besinnliche und entspannte Weihnachtszeit!

Vy 73, Alexander (DE7ALG)

Fundstück: Geheimdokument enthüllt Details zum Einsatz von Zahlensender in der BRD

Wie aus dem Dokument The U.S. and West German Agent Radio Ciphers, eine Übersetzung einer Studie aus dem Archiv des polnischen Geheimdienstes, hervorgeht, haben die CIA und der BND in den 60iger Jahren Zahlensender auf dem Hoheitsgebiet der BRD eingesetzt, um die Einweg-Kommunikation via Zahlensendern mit Agenten hinter dem Eisernen Vorhang zu betreiben.

Wie aus dem, bereits 2006 nicht mehr als geheim eingestuften, Bericht hervorgeht, wurde vor allem ein US-Sender mit Standtort bei Frankfurt dafür eingesetzt.

Dieser Standort, nahe dem Ort Egelsbach, ist noch heute in Betrieb der USA. Mittels Google findet man den Sender-Standort hier. Gut zu erkennen sind die Schatten der KW-Antennenanlagen (LogPer-Antennen). Da die Satelliten-Aufnahmen älteren Datum sind, finden sich die heute installieren Sat-Radome noch nicht bei Google.Diese wurden vermutlich von der zwischenzeitlich aufgegebenen US-Airbase Frankfurt hierher verlagert.

Neben den Frequenzdetails offenbart der Bericht auch die Verwendung der Verschlüsselungsverfahren (One Time Pad – OTP) sehr anschaulich.

Ein zeitgeschichtlich und technisch interessantes Dokument hat somit den Weg an die Öffentlichkeit gefunden.

73, Alexander

CB-Funk: SSB mit 12 Watt Output kommt

Das Funkmagazin berichtete kürzlich, dass eine große Mehrheit der europäischen Staaten auf einer CEPT-Sitzung im November keine Einwände gegen die neue CB-Funknorm EN 300 433 erhoben hat. Daher ist nun vorgesehen, diese Norm bis Ende Mai 2011 in Kraft zu setzen. Parallel dazu wird eine CEPT-Entscheidung vorbereitet, die Inhalte auch tatsächlich anzuwenden. In denjenigen Mitgliedsstaaten der CEPT, die zugleich in der Europäischen Union sind, wird diese Entscheidung verbindlichen Charakter haben und muss in nationales Recht umgesetzt werden – so auch in Deutschland.

Mit dieser Leistungssteigerung von 4 auf 12 Watt (Senderausgangsleistung) wird DX in der lizenzfreien Klasse in Zukunft noch besser funktionieren. Das ist – zusammen mit einer  vernünftigen Antenne – weit mehr an effektiver isotroper Strahlungsleistung als früher im AFu möglich war.

So können wir uns sicherlich schon heute auf mehr DX-Aktivitäten im 27-MHz-Bereich freuen….

73, Alexander