Signalskitchen's Blog

HF, VHF, UHF: Monitoring, DXing, SWL, Signal-Analyse & SDR

Archiv für Januar, 2011

Neue PERSEUS-Software verfügbar

Seit gestern am späten Abend ist die neue PERSEUS-Software der Version 4.0 bei Microtelecom hier downloadbar.

Kern der neuen Version ist die Möglichkeit, sein SDR nun ans Internet anzubinden und mittels Remote-Funktion auf das Gerät zuzzugreifen.

Eine tolle Neuerung, was  die schon zahlreichen positive Feedbacks in der Perseus-Mailingliste beweisen.

Andrea Montefusco – IW0HDV hat hier ein kleines Tutorial verfasst, welches gut aufzeigt, was alles gemacht werden muss, um den Perseus ans Internet anzubinden.

Die Perseus-Übersichtskarte zeigt bereits eine Vielzahl angeschlossener SDR’s!

Das werde ich nach dem Urlaub einmal testen…

73, Alexander

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Presse-Spiegel Januar 2011

Der Jahreswechsel ist vollbracht – ich hoffe, für jeden Leser war dieser ebenfalls entspannt!

Die ruhigen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich jedenfalls dazu genutzt, um die drei Titel CQDL, Radio-Kurier und Funkamateur durch zu arbeiten. Für den aktuellen Presse-Spiegel ist dabei, aus meiner Sicht, lediglich ein Artikel übrig geblieben, den ich hier vorstellen möchte.

Ich hoffe, der Februar wird mehr Ausbeute bringen…

73, Alexander

Funkamateur

Funkwegsimulation mit Path Profile und ASTER-Daten, S. 34 – 35

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“Funkwegsimulation mit Path Profile und ASTER-Daten“ Funkamateur, Januar 2011, Seite 34ff

Auf zwei Seiten geht Autor Andreas Weller (DF1PAW) auf die Software Path Profile von Mike Willis (G0MJW) ein. Gerade bei der Funkwegsimulation kommt es bei Sicht-Verbindungsstrecken auf das Gelände und Höhenmodell an. Hier betritt Path Profile neue Wege, denn es nutzt die von der NASA kostenlos zu Verfügung gestellten ASTER-Daten. ASTER ist die Abkürzung für Advanced Spaceborne Thermal Emission and Reflection Radiometer – Aufnahmen mit einer enorm hohen nominellen Auflösung. Die NASA macht allerdings darauf aufmerksam, dass die Daten zur Zeit noch als „research grade“ eingestuft sind.

Im Artikel beschreibt Weller zunächst, wie man an die Gelände-Daten der NASA gelangt. Anschließend geht er auf die Installation und den praktischen Einsatz der Software ein. Bemerkenswert ist, dass Path Profile KMZ-Dateien für Google Earth erzeugt – so kann man sich sehr anschaulich die Funkabdeckung in Google Earth betrachten.

Wellers Fazit zur Software und der ASTER-Datenbasis ist folgende:

„Der größte Vorteil der Kombination Path Profile mit dem ASTER-GDEM-Höhenmodell ist die kostenlose Verfügbarkeit aller Komponenten.“

Die ASTER-Daten sind hier nach kostenloser Registrierung zu bekommen und Path Profile gibt es hier.

73, Alexander

Fundstück: Visible Light Communication – extrem schneller „Lichtfunk“

In der Ausgabe 1/11 des Fraunhofer-Magazins „weiter.vorn“ bin ich an einem Artikel (Seite 32ff) hängengeblieben, der sich mit einer Entwicklung des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts und Siemens beschäftigt, die sichtbares Licht zur Übermittlung von Informationen nutzt. Dieses VLC (Visual Light Communication) genannte Verfahren setzt dabei auf Weißlicht-LED’s als Emitter-Einheit und Photodioden, die mit Blaufiltern versehen sind, als Empfänger-Sensor. Eigentlich ist Lichtfunk nichts neues – was jedoch hier besticht ist die Tatsache, dass die Forscher eine enorm schnelle Datenübertragung über die Luftschnittstelle entwickelt haben, die weitestgehend auf schon vorhandenen Bauteilen aufbaut.

Das Übertragungsmedium ist der blaue Lichtanteil des von der LED ausgesendeten Lichts. In dem Laborversuch zu dieser Entwicklung wurden Daten, also binäre Informationen, mittels einfachen An und Aus übertragen. Dieser Vorgang läuft in extrem schnellen Zyklen ab, was jedoch nur mit dem blauen Farbanteil möglich ist, da die gelbliche Phosphorschicht der LED dafür zu langsam wäre.

Als Übertragungsverfahren griffen die Wissenschaftler auf die aus der DSL-Funktechnik bekannte „diskrete Multiton-Modulation“ zurück. Diese Verfahren ermöglicht die parallele Übertragung von Informationen mittels unterschiedlicher Frequenzen. „Im Labortest erreichte das Team eine Übertragungsgeschwindigkeit von 500 Megabit pro Sekunde – Weltrekord für die VLC-Methode und genauso schnell wie die derzeit schnellsten Funk-Systeme.“ Basis der TX war ein gewöhnlicher DSL-Chip. Die übrigen Teile, die verwendete wurden, sind nach Siemens-Forscher Joachim Walewski „…in einem Elektronik-Fachhandel…“ bestellt worden.

Potentielle Anwendungsfälle zeigt der Artikel auch auf: Überall dort, wo herkömmliche Funktechnik nicht zum Einsatz kommen kann: z.B. im OP-Saal, in Flugzeugen und sensiblen Bereichen, in denen Abhörsicherheit eine Rolle spielt, denn „der beschränkte Aktionsradius der Lichtkommunikation“ sorgt von Natur aus für entsprechende Diskretion, ganz im Gegensatz zu WLAN-Systemen.

Wer sich selbst einmal mit dem Thema Lichtfunk beschäftigen möchte, dem sei der vom AATis e.V. entwickelte Lichtsender und -empfänger-Bausatz AS020 empfohlen. Damit sind ohne optische Linsen Sprach- und Datenkommunikation über ca. 5m möglich.

73, Alexander