Signalskitchen's Blog

HF, VHF, UHF: Monitoring, DXing, SWL, Signal-Analyse & SDR

Archiv für HF-Technik

Lindenblad Antenne für LEO-Sats

Vor geraumer Zeit bin ich auf die sogenannte Lindenblad-Antenne aufmerksam geworden. Diese schon in den 1940igern entwickelte Antenne ist besonders gut für RX von LEO-Satelliten im 2m- und 70cm-Band geeignet und hat den Vorteile einfach nachbaubar zu sein.

Die Lindenblad zeichnet sich insb. dadurch aus, keine Antennenausrichtanlage zu benötigen.

Dieses Video, welches die Empfangseigenschaften des Satelliten NOAA-18 zeigt, überzeugt schon einmal:

 

Ich werde mich mal an den Nachbau der Antenne machen. Dabei werde ich mich auf diese Anleitung stützen.

Die Nötigen Verbindungselemente für die vier Dipole werde ich konstruieren und dann im 3D-Druck herstellen. Einen ausführlichen Baubericht werde ich dann in meinem Blog „Die Bastelkammer“ veröffentlichen.

73, Alexander

 

UHF-Satcom – ein Antennenbau-Projekt

Aktuell widme ich mich in meinem zweiten Blog DIE BASTELKAMMER dem Bau einer modifizierten X-Wing Omni UHF-Satcom Antenne, die auf der im Jahr 2010 in der Monitoring Times vorgestellten gleichnamigen Antenne beruht.

Hier geht es zu den bisher verfassten beiden BLog-Postings:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

73,

Alexander

Messtechnik: Iphone-Daten bringen es ans Licht – Die reale Feldstärke von Funkzelle

Bild: www.crowdflow.net

Mittlerweile wissen wir alle, dass Smartphones mehr machen als Telefonie-, Internet- und E-Mail-Verkehr zu ermöglichen. Seit bekannt wurde, dass iPhones als Messempfänger fungieren, die die RX-Signalstärke von Wlan-Stationen und UMTS- & GSM-Funkmasten in regelmäßigen Abständen erfassen, zwischenspeichern und zweimal am Tag an Apple übertragen, hat sich einiges getan.

Besonders beachtenswert ist mittlerweile das von Michael Kreil ins Leben gerufene Projekt Crowdflow, welches angefangen hat mit den von iPhones gesammelten Daten zu „spielen“. Kern der Crowdflow-Initiative ist es, die „enttarnten“ Dateien (consolidated.db), in denen jedes iPhone die oben geschilderten Rohdaten zwischenlagerte, von „Spendern“ einzusammeln und damit eine Datenbank zu füttern, um so das Ausmaß der Sammelwut besser bewerten zu können. Beim explorieren der Daten machte die Gruppe um Kreil nun erste Gehversuche und visualisierte  bestimmte Aspekte der Daten. Auf der Website von Crowdflow gibt es mittlerweile ein reichhaltiges Angebot von Visualisierungen.

Besonders interessant ist ein Vergleich eines Sendemasten, der die Strahlungskeulen der drei Sektorenantennen idealtypisch zeigt. Dieses idealisierten Strahlungsdiagramme werden nun erstmalig mit einem, auf den Apple-Daten basierenden Scan, der gemessenen Realität entgegen gestellt. Gut zu erkennen ist im direkten Vergleich, wie die realen Ausbreitungsbedingungen nun schon erheblich vom Ideal abweichen.

Nun wäre es sicherlich überaus spannend zu erfahren, wie es wohl um die tatsächliche Funkabdeckung der großen Mobilfunkanbieter in Deutschland steht…. Vielleicht werden sich die Spezialisten um Kreil in naher Zukunft mal dieses Aspektes annehmen – sicherlich ein spannender Blick hinter die Kulissen.

Übrigens: Mittlerweile kann die consolidated.db nicht mehr aus dem iPhone 4 extrahiert werden – lediglich beim iPhone 3 ist das noch möglich. Also, wer das Crowdflow-Projekt unterstützen möchte, der kann seine Datei – ganz anonym – dem Projekt zur „spenden“. So wie es bereits über 1000 iPhone-Besitzer schon gemacht haben.

73, Alexander

Bild: http://www.crowdflow.net

Fundstück: GPS-Fahrzeug-Überwachungssystem für unter 200 Euro

Foto: com-com.de

Wer wollte nicht schon immer einmal in der Lage sein, im Fall der Fälle – wenn einem z.B. das eigene Fahrzeug abhanden kommt – automatisch alarmiert zu werden und dann sein Fahrzeug orten zu können!?

Vor nicht allzu langer Zeit waren solche Möglichkeiten eigentlich nur den Ermittlungsbehörden oder gut betuchten Menschen vorbehalten – diese Systeme waren schlicht für Otto-Normal-Verbraucher nicht zu bezahlen.

Doch die Zeiten ändern sich. Nun bietet die Firma com-com aus Stephanskirchen ein GPS-Fahrzeug-Überwachungssystem für unter 200,- Euro an. Nach Angaben des Unternehmens ist der Einbau quasi ein Kinderspiel und „innerhalb weniger Minuten erledigt“.

Das Sytem benötigt für die Alarm- und Positionsmeldungen, eine SIM-Karte (z.B. Pre-Paid). Die übermittelten Daten lassen sich zur Ortsbestimmung gut in Google Earth anzeigen.

Ob das alles so problemlos funktioniert!? Also, wer sich solch ein System zulegt, der könnte doch mal ein Anwendungsbericht verfassen – ich würde ihn hier gerne veröffentlichen.

73, Alexander

Fundstück: „Taschen-Spektrum-Analyser“ für 12 Euro!

Wieder bin ich an einem interessanten Stück Hardware – in diesem Fall ist es gehackt – hängengeblieben: Einem umprogrammierten IM-Me Pager – einem Kinderspielzeug aus den USA.

Der IM-Me Pager wurde lediglich mit einem Flachbandkabel versehen, um anschließend die neue Firmware, die aus dem Pager einen „Taschen-Spektrum-Analyser“ macht, mittels der Programmierschnittstelle GoodFET upzuloaden.

Streng genommen handelt es sich bei dem Hack allerdings um einen Frequenz-Scanner: Die Software stellt den RSSI-Chip jeweils auf eine Frequenz ein, der Pegel wird gemessen und dann auf das Display geplotet – das Resultat ist ein entsprechend großer Balken. Dieser Vorgang wiederholt sich pro Sekunde mehrmals.

Mit dem so umprogrammierten IM-Me sind die Frequenzbereiche von 281 – 361 MHz, 378 – 481 MHz und 749 – 962 MHz abtastbar. Also durchaus interessant für Funkamateur, um das 70 cm-Band im Blick zu haben, oder aber auch einen Teil des GSM-Netzes.

Die Software ermöglicht es dem Nutzer drei unterschiedliche Display-Darstellungsbreiten (wide, narrow & ultrawide) zu wählen:

wide = 26,4 MHz in 200kHz Inkrementen

narrow = 6,6 MHz in 50 kHz Inkrementen

ultrawide = 88 MHz in 667 kHz Inkrementen

 

Aus meiner Sicht ist das ein schönes Projekt für einen dunklen Winterabend…

Mehr Infos gibt es hier.

 

73, Alexander

 

UPDATE: e-CALLISTO / ein Radiospektrometer für Profis und Amateure

Im Juli hatte ich im Presse-Spiegel das e-CALLISTO-Projekt vorgestellt.

Die wichtigsten Bauteile (Tuner und Platine) sind ab Mitte September beim Shop des Funkamateur (Box73) erhältlich.

Der Tuner kostet 24,50 Euro (Bestell-Nr.: T-CD1316L), die Platine 18,50 Euro (Bestell-Nr.: PLB-26).

Die übrigen Bauteile sind z.B. bei Reichelt zu beziehen und schlagen mit ca. 35 Euro zu Buche. So kann ein Radiospektrometer für knapp 80,- Euro gebaut werden – unschlagbar günstig!

Wer einen ersten Einblick in die praktische Anwendung von e-CALLISTO bekommen möchte, dem sei dieser Blog empfohlen.

73, Alexander

Modifikation des Icom PCR-1000: Nachrüstung eines 10,7 MHz-Ausgangs

Die Nutzung der SDR-Technologie bringt viele Vorteile mit sich – variable Filter, Bandüberblick,
breitbandige Aufnahme der Signale. Doch leider sind direktabtastende SDR bisher auf den HF-Bereich
beschränkt. Zur Erweiterung des RX-Bereichs können hier sogenannte Downconverter
(Frequenzumsetzer) helfen. Diese sind aber oft auf ein kleinen Frequenzbereich beschränkt. Mein
Wunsch nach einem möglichst groß abdeckenden Frequenzbereich – VHF-UHF-SHF – setzt das
beschränkte Angebot an Umsetzern Grenzen.
Daher reifte die Idee, warum nicht ein breitbandigen Scanner als Front-End zu nutzen und eine
passende Zwischenfrequenz (ZF/IF), die vom SDR – in meinem Fall ist es ein PERSEUS – empfangen
werden kann entsprechend zu verarbeiten. Scanner, die bereits über einen ZF-Ausgang verfügen und
einigermaßen bezahlbar sind kann man an einer Hand abzählen. Der bekannteste Vertreter ist wohl der
AOR 5000, der ein 10,7 MHz ZF-Signal mit einer Bandbreite von 5 MHz zur Verfügung stellt. Doch mit
Blick auf die notwendige Investition kommt einem sofort der Gedanke, eine Lösung zu suchen, die
wesentlich kostengünstiger ist, bei akzeptablen HF-Ergebnissen.
So fokussierte sich schnell der Blick auf den, wenn auch schon etwas in die Jahre gekommenen,
Breitbandempfänger PCR-1000 der Firma ICOM. Der zwar nicht mit einem ZF-Ausgang ab Werk
ausgestattet ist, aber dessen klarer Aufbau und die im Internet auffindbare Dokumentation (Service-
Manual
) im Vorwege zumindest die Möglichkeit eröffnen, sich über etwaige Lösungen, wie man ein ZF-Ausgang
nachrüsten kann, zu informieren.
Also machte ich mich auf den Weg…und wurde fündig…

Die Umbau-Anleitung finden Sie hier zum download:

PCR-1000-Modifikation_10.7 MHz-Ausgang_web.

73, Alexander