Signalskitchen's Blog

HF, VHF, UHF: Monitoring, DXing, SWL, Signal-Analyse & SDR

Archiv für Presse-Spiegel

Presse-Spiegel Januar 2011

Der Jahreswechsel ist vollbracht – ich hoffe, für jeden Leser war dieser ebenfalls entspannt!

Die ruhigen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich jedenfalls dazu genutzt, um die drei Titel CQDL, Radio-Kurier und Funkamateur durch zu arbeiten. Für den aktuellen Presse-Spiegel ist dabei, aus meiner Sicht, lediglich ein Artikel übrig geblieben, den ich hier vorstellen möchte.

Ich hoffe, der Februar wird mehr Ausbeute bringen…

73, Alexander

Funkamateur

Funkwegsimulation mit Path Profile und ASTER-Daten, S. 34 – 35

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“Funkwegsimulation mit Path Profile und ASTER-Daten“ Funkamateur, Januar 2011, Seite 34ff

Auf zwei Seiten geht Autor Andreas Weller (DF1PAW) auf die Software Path Profile von Mike Willis (G0MJW) ein. Gerade bei der Funkwegsimulation kommt es bei Sicht-Verbindungsstrecken auf das Gelände und Höhenmodell an. Hier betritt Path Profile neue Wege, denn es nutzt die von der NASA kostenlos zu Verfügung gestellten ASTER-Daten. ASTER ist die Abkürzung für Advanced Spaceborne Thermal Emission and Reflection Radiometer – Aufnahmen mit einer enorm hohen nominellen Auflösung. Die NASA macht allerdings darauf aufmerksam, dass die Daten zur Zeit noch als „research grade“ eingestuft sind.

Im Artikel beschreibt Weller zunächst, wie man an die Gelände-Daten der NASA gelangt. Anschließend geht er auf die Installation und den praktischen Einsatz der Software ein. Bemerkenswert ist, dass Path Profile KMZ-Dateien für Google Earth erzeugt – so kann man sich sehr anschaulich die Funkabdeckung in Google Earth betrachten.

Wellers Fazit zur Software und der ASTER-Datenbasis ist folgende:

„Der größte Vorteil der Kombination Path Profile mit dem ASTER-GDEM-Höhenmodell ist die kostenlose Verfügbarkeit aller Komponenten.“

Die ASTER-Daten sind hier nach kostenloser Registrierung zu bekommen und Path Profile gibt es hier.

73, Alexander

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Presse-Spiegel Dezember 2010

Kurz vor dem Jahreswechsel habe ich es nun endlich geschafft, den monatlichen Pressespiegel in Angriff zu nehmen. Besonders die Dezember-Ausgaben der CQDL und des Radio-Kuriers beinhalteten interessante Artikel. Ich wünsche allen Lesern viel Spaß beim Lesen der letzten Ausgabe für dieses Jahr und freue mich auf ein Wiedersehen in 2011!

73, Alexander

CQDL

USB-Dongle zum Funcube-Projekt, S. 843 – 844

Funk-Wx: VOACAP nutzt Google Maps, S. 844

Radio-Kurier

Radar-Box, S. 32 – 34

Praxistest: IZT R3240, S. 36 – 39

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“USB-Dongle zum Funcube-Projekt“ CQDL Dezember 2010, Seite 843ff

Das Magazin berichtet in einer Meldung, dass „Howard Long, G6LVB, einen USB-Dongle zum leichten Empfang“ des gleichnamigen CubeSat-Projektes entwickelt hat. Der USB-Dongle ist technisch ein SDR. Das Gerät soll es in zwei unterschiedlichen Versionen geben, wobei der sog. „ FUNcube Dongle Pro“ den RX-Bereich von 64 – 1700 MHz abdecken soll. „Das 96 kHz breite Passband kann innerhalb des Empfangsbereichs frei gewählt werden“, so die Meldung. Der USB-Dongle ist bereits mit einer integrierten Soundkarte ausgestattet. Das SDR ist unter Win XP, Vista, Win 7, Mac OS, Ubuntu oder Linux lauffähig und kostet umgerechnet 114,- Euro zzgl Versand und Steuern.

Anmerkung:

Mehr Infos gibt es hier. Ein Video, welches das Gerät im Einsatz zeigt gibt es hier. Vom Entwickler des USB-Dongels wurde diese 11 Minuten lange Video eingestellt, welches einen Blick ins Innenleben des SDR zeigt.

“Funk-Wx: VOACAP nutzt Google Maps “ CQDL Dezember 2010, Seite 844

Stefan Hüppner, DH5FEL, berichtet in einer kurzen Meldung, dass VOACAP nun Google Maps nutzt. Diese Neuerung erleichtert es den Nutzern nun erheblich, RX und TX QTH’s einzugeben – einfach auf die Karte klicken.

„Radar-Box“ Radio-Kurier Dezember 2010, Seite 32ff

In dem drei seitigen Bericht erläutert Autor Harald Kuhl die Hintergründe und die notwendige Hardware, um das im Flugverkehr verwendeten Datenfunk-Signal S/ADS-B zu empfangen.

Er stellt im Artikel speziell die von der Firma AirNav gebaute RadarBox vor. Dabei geht er ausführlich auf die Hardware, die Software und die Möglichkeiten der Vernetzung mit anderen RadarBox-Besitzern.

Anmerkung:

Wer eine günstigere Alternative sucht und im Umgang mit dem Lötkolben versiert ist, dem sei das folgende Projekt empfohlen: miniADSB – hier kann man für knapp 70,- Euro sein eigenen ADS-B-Empfänger aufbauen , also durchaus eine Alternative zur über 400,- Euro kostenden RadarBox. Ich werde meinen Bausatz demnächst hier in einem Baubericht ausführlich vorstellen…

„Praxistest: IZT R3240“ Radio-Kurier, Seite 36ff

Über vier Seiten stellt Autor Nils Schiffhauer den professionellen SDR-Receiver R3240 der Firma IZT vor. IZT, dies ist das Innovationszentrum für Telekommunikationstechnik mit Sitz in Erlangen – eine Ausgründung des Fraunhofer-Institutes, konzentriert sich mit der R3000-Geräte-Serie in erster Linie auf Kunden aus Behörden und Militär. Das vorgestellte Gerät kostet daher auch in der Grundausstattung 15.000,- Euro.

Schiffhauer bekam von IZT den R3240 für 14 Tage zum Testen gestellt. Seine Erfahrungen mit dem Gerät beschreibt er ausführlich in seinem Bericht. Die Grund-Daten sind schon beeindruckend: RX von 9 kHz bis 3 GHz, Sicht- und Aufzeichnungsbereich liegt zwischen „6,25 kHz und 24 MHz“. Der R3240 wird über eine LAN-Schnittstellte kontrolliert. Der IP3 liegt bei +40dBm (unter 30 MHz) und max +24dBm (über 30 MHz).

Presse-Spiegel November 2010

Der Oktober hatte aus meiner Sicht, auf die drei Medien CQDL, Funkamateur und Radio-Kurier bezogen, nichts zu bieten. Aus diesem Grund habe ich auf einen entsprechenden Presse-Spiegel verzichtet. Das Studium der November-Ausgaben ließ mich glücklicherweise wieder an einigen Artikeln verharren, die ich in diesem Presse-Spiegel anreißen werde.

Viel Spaß beim lesen!

CQDL

WSPR und PSK31 via Laser, S. 763 – 764

Funkamateur

CB- und Jedermannfunk, S. 1219

 

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“WSPR und PSK31 via Laser“ CQDL November 2010, Seite 763 …

In dem kurzen Artikel von Klaus Korn (DJ6LB) wird berichtet, dass es Roland Brüstle (DL3NDR) und dem Autor gelungen ist, über eine Strecke von 27,5 km mittels einer 1mW-Laserdiode Betrieb in den Betriebsarten PSK31 und WSPR durchzuführen. Laut Korn soll Hardware nur in sehr geringem Umfang nötig sein – lediglich Fotodiode, Laserdiode und Notebook. Das jeweilige Interface zwischen RX/TX und PC bestand aus einem OP und zwei Transistoren. Leider geht der Artikel nicht weiter auf die Details ein. Wer also mehr dazu hat kann dies hier gerne posten.

 

“CB- und Jedermannfunk “ Funkamateur November 2010, Seite 1219

Der Autor Harald Kuhl beschreibt auf dem einseitigen Artikel die praktische Nutzung eines SDR – in diesem Fall eines Excalibur von Winradio – zur Unterstützung des Betriebs im 11m-Band. Neben Monitoring des gesamten Bandes und das erkennen möglicher Funkpartner geht es Kuhl auch um das Thema CB-DX – hier kann ein SDR dem CBler gut Dienste erweisen, um auf die raren Verbindungsmöglichkeiten schnell reagieren zu können. Im Artikel geht der Autor zu dem auf das wichtige Thema der Trennung des SDR vom Sende-Signal mittels Switch Box ein (zwei Hersteller – ELAD und Woodboxradios DSW-150 werden genannt).

73, Alexander

 

Presse-Spiegel September 2010

Die Septemberausgabe des Presse-Spiegel musste lange auf sich warten – dies bitte ich zu entschuldigen. Nun habe ich aber die Zeit gefunden, die aus meiner Sicht interessantesten Artikel der drei Medien Funkamateur, CQDL und Radio-Kurier zusammen zu fassen.

Viel Spaß beim lesen!

CQDL

WSPR – Flüstersignale im Äther, S. 650

Radio-Kurier

Hintergrund: Hallo, Echo!, S. 30

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“CQDL – Flüstersignale im Äther“, Funkamateur September 2010, Seite 650

Auf Seite 650 stellt Autor Harmut Brodien die Software WSPR vor, mit der man sich einen „Bild“ zu den aktuell vorherrschenden Ausbreitungsbedingungen machen kann.

Der Artikel geht sehr dezidiert auf die Inbetriebnahme der Software und die notwendige Hardware ein. Die Software WSPRWeak Signal Propagation Reporter registriert in Zusammenarbeit mit einem geeigneten RX schwache Bakensignale (Feste QRG’s von 600m bis 6m) und speichert dann die empfangenen Pegel, diese können dann automatisch einer im Internet publizierenden Datenbank gemeldet werden – so haben dann auch andere Nutzergruppen etwas von den Messergebnissen. Imposant erscheint die Möglichkeit der Software, Signale von -32 dB unter dem Rauschen noch erkennen zu können.

Gerade für SWL’s ist das korrekte Decodieren eine interessante Sache.

Mehr zu der Software und den Möglichkeiten gibt es hier.

“Hintergrund: Hallo, Echo“, Radio-Kurier September 2010, Seite 30

Wieder einmal bringt Autor Nils Schiffhauer etwas Licht in die große Welt der Hochfrequenztechnik. Offensichtlich ist er der einzige Autor beim Radio-Kurier, der versierte Artikel zum Thema HF-Technik und angrenzende Themen verfasst – eigentlich schade, denn der Radio-Kurier ist gerade für SWL’s ein wichtiges Organ, welches durchaus mehr technische Artikel vertragen könnte – aber nun zum Artikel.

In dem drei Seiten umfassenden Beitrag geht Schiffhauer den immer wieder auftretenden Echos von HF-Aussendungen nach, insbesondere denen über der 10-MHz-Grenze. Diese Erscheinungen treten immer dann auf, „wenn ein Signal auf mindestens zwei zeitlich unterschiedlichen Wegen den Empfänger und die davor sitzenden Ohren erreicht“, so Schiffhauer. Als Hörer nimmt man diese Echos dann war, „wenn ihr Abstand zwischen etwa zehn und 30 Millisekunden liegt“. Interessant ist die Tatsache, das sogenannte Round The World- (RTW) Signale (Das sind Signale, die die Erde einmal komplett „umlaufen“) eine konstante Wegzeit um den Globus von 138 Millisekunden benötigen.

„Optimale Großkreise treten dann auf, wenn der Großkreis sich in der Nähe der Dämmerungszone befindet. Auf der Tagseite findet eine Ausbreitung über die F2-Schicht statt, während das Signal in der Nähe der Dämmerungszone in die E-Schicht eingekoppelt wird“. Sehr interessant erscheint die Tatsache, die russische Wissenschaftler nachgewiesen haben sollen, dass Echosignale „aus einer um 90 Grad verschobenen Richtung als man sie – über den Großkreis kommend – erwarten würde“. Die vom Autor zitierte russische Untersuchung kommt ferner zu der Erkenntnis, dass „Großkreisabweichungen abhängig sind von der Entfernung zwischen Sender und Empfänger… (und) Jahreszeit“.

Schiffhauer hat für den Beitrag auch eigenen Messungen durchgeführt, um den Echos auf die Spur zu kommen. Der Artikel bietet eine praktische Anleitung, wie diese Messungen am RX druchgeführt werden kann – der Autor machte diese wieder mal mit dem Perseus. Eine interessantes Messergebnis von Schiffhauer ist, das die Pegelunterschiede beider Signale bei ca. 10 dB liegen.

Als Ergänzung zum Artikel hat Nils Schiffhauer auf seiner Website ein englischsprachiges Papier erstellt und bietet zudem Hörbeispiele an.

73, Alexander

Presse-Spiegel August 2010

Die August-Ausgaben der drei tonangebenden Funkzeitschriften in Deutschland befassen sich unisono in großen Berichten mit der diesjährigen Ham Radio. Neben den Neuheiten stehen vor allem die Auswirkungen der Umstrukturierung des Flohmarkts im Interesse der Autoren. Ob die Verlegung der Flohmarkthändler weg aus dem Flohmarktbereich hin in den Händlerbereich die richtige Entscheidung war wird in den Artikeln zumindest leise bezweifelt.

Da es ausreichend Informationen zu den Neuheiten der Ham Radio gibt, werde ich mich im aktuellen Presse-Spiegel ausschließlich um eine Zusammenfassung zu folgenden Artikeln rund um direktabtastende SDR bemühen:

Funkamateur

Direktabtast-Transceiver für Linux, S. 814

Profitechnik für Amateure: SSB-Elektronik LAN-SDR, S. 818

Radio-Kurier

Winradios Excalibur – Ein scharfes Hör-Schwert, S. 24

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“Direktabtast-Transceiver für Linux“ Funkamateur August 2010, Seite 814

Von den Autoren Rhode und Richter wird auf vier Seiten ein der Nachbau eines CW/SSB-SDR nach dem Prinzip der Direktabtastung arbeitender TRX vorgestellt. Basis dieses Transceiver ist der von James Ahlstrom, N2ADR, entwickelte SDR den die Autoren nach eigenen Angabe leicht modifiziert haben. Das gesamte Konzept wird auf einer Platine aufgebaut, die größtenteils mit SMD-Bausteinen bestückt ist – sicherlich nicht für Jedermann zum Nachbau geeignet. Die Software (QUISK) bedient sich des Betriebssystems Linux.

Herz des über LAN zu steuernde SDR ist ein 14-Bit FPGA. Ein XO mit 122,880 MHz gibt den Takt vor.

Der Frequenzbereich wird mit 50kHz bis 60 MHz angegeben. Der IP3 (@7MHz, 10 kHz Abstand) ist mit +26dBm gemessen worden. Die Empfindlichkeit EDS liegt bei -122dBm.

Näheres zum SDR-TRX gibt es auf der Website des Entwickler James Ahlstrom (N2ADR) .

“Profitechnik für Amateure: SSB-Electronic LAN-SDR“ Funkamateur August 2010, Seite 818

Der direktabtastende RX LAN-SDR, hergestellt von der Firma MEDAV für SSB wird von Autor Harald Kuhl auf zwei Doppelseiten beleuchtet. Der „kleine Bruder“ des bekannten LAN-Receiver LR2 von der Profi-Telekommunikationsschmiede MEDAV hat ein Empfangsbereich von 100 kHz bis 30 MHz. Der IP3 liegt bei > 35dBm, der Dynamikbereich ist mit > 110dB angegeben. Die Umsetzung der Signale bewerkstelligt ein 16-Bit A/D-Wandler. Das Signal wird durch schaltbare Preselektoren entsprechend vorbehandelt. Die Empfangsbreite lässt sich in sieben Stufen wählen – 8, 15, 30, 60, 120, 250, 500 kHz. Angebunden wird der SDR primär über LAN, kann aber auch über USB 2.0 angesprochen werden. Die Software ist in der Lage Aufnahmen bis zu einer Bandbreite von 500 kHz zu speichern.

Profitechnik hat entsprechende Anforderungen an die PC_Hardware. So empfiehlt der Hersteller mindestens ein 2 GHz Dual-Core Rechner. Betriebssystem für die Software ist Windows XP (32/64 Bit).  Der Autor kommt in seinem Fazit zu dem Schluss, das Gerät sei schon bemerkenswert. Schlägt aber Verbesserungen vor. So z.B. ein individuell einstellbaren Filter, bei dem jede Filterflanke separat einstellbar sein sollte. Ferner klingt Nachbesserungsbedarf bzgl. der Bandbreite durch. Sicherlich spielt auch der Preis eine Rolle – 2.198,- Euro sind schon ordentlich.

“Winradios Excalibur – Ein scharfes Hörschwert“ Radio-Kurier August 2010, Seite 24

Wieder einmal nimmt sich Nils Schiffhauer für den Radio-Kurier technisches Gerät vor. Diesmal widmet er sein Interesse, auf drei Seiten, dem neuen HF-RX-SDR der Australischen Schmiede Winradio – dem WR-G31DDC, auch Excalibur genannt.

Der Excalibur ist ein SDR mit Direktabtastung. RX von 9 kHz bsi 50 MHz, mit einem 16-Bit A/D-Wandler, der in 1 Hz-Schritten abstimmbar ist. Der IP3 ist mit 31dBm angegeben. Die Software ermöglich eine RX-Bandbreite zwischen 20 kHz bis 2 MHz. Interessant ist, dass der SDR drei Signale parallel demodulieren kann.

Besonders hervorstechend ist, dass das GUI voll skalierbar ist, anders als beim Perseus, bei dem die Fenstergröße fest vorgegeben ist. In der GUI ist unten z.B. das gesamte RX-Spektum als „Wasserfall“ zu sehen, darüber finden sich zwei weitere Fenster, links z.B Wasserfall und rechts das eingestellte kleinere RX-Spektrum (um vielleicht die Filterbreite einzustellen).

Der Autor hat ausführliche Test als Videos aufgenommen, die man hier abrufen kann.

Der SDR ist bei SSB für 949,- Euro zu beziehen.

73, Alexander

Presse-Spiegel Juli 2010

Nach fünf Monaten „Pause“ des Presse-Spiegels möchte ich nun wieder in regelmäßiger Abfolge über interessante Artikel aus den drei Leitmedien in Deutschland berichten. Im Presse-Spiegel für diesen Monat werde ich ein Blick auf folgende Artikel werfen:
Funkamateur
AOR AR-2300DX Black-Box-Empfänger, S. 684
Die aktuellen Neuigkeiten von der Bandwacht, S. 692
e-Callisto: ein Radiospektrometer z.B. für das Monitoring von 45 MHz – 870 MHz, S. 710 – 713

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“Black-Box-Empfänger“, Funkamateur Juli 2010, Seite 684
Laut Artikel wird boger electronics den Breitbandempfänger AR-2300DX in Kürze zum Verkauf bringen. Das von AOR als Black-Box-Empfänger gebaute Gerät erlaubt den Empfang von Signalen von 40 kHz bis 3150 MHz. Die Abstimmschrittweite beträgt 1 Hz bis 1 MHz. Die Scangeschwindigkeit wird mit 100 Schritten pro Sekunde angegeben.
Der Bereich von 40 kHz bis 25 MHz ist technisch als Direktmischer ausgeführt, 25 bis 200 MHz und 420 bis 3150 MHz als Doppelsuperhet, 200 bis 420 als Dreifachsuperhet.
Gesteuert wird der AR-2300DX mittels mitgelieferter Software, optional ist eine Signalanalyse-Software (AR-IQ) erhältlich, die es ermöglicht ein bis zu 1 MHz breiten Frequenzbereich aufzuzeichnen. Weitere Infos gibt es unter www.boger.de

„Aktuelles von der Bandwacht“, Funkamateur Juli 2010, Seite 692 – 693
Neben den noch „üblichen“ Eindringlingen auf dem erweiterten 40-Meter-Band, insbesondere oberhalb 7.100 kHz sind es Radiostationen, stellen die Autoren fest, dass die Türkei offensichtlich über ein „eigenes OTH-Radar (OTH = over the horizon)“ verfügt. Dieses OTH ist im 21 MHz-Band zu finden. Charakteristikum des Radars: Es arbeitet mit 50 Pulsen in der Sekunde. Es kann leicht mit dem seit Jahrzehnten arbeitenden Zypern-OTH der NATO verwechselt werden.

Die Bandwacht hat zudem festgestellt, dass „Russisches Militär (…) zunehmend in OFDM60“ sendet.

Im Artikel werden in Tabelle 2 die „Dauergäste“, d.h. regelmäßige oder dauerhaft vorhandene aufgelistet. Aus meiner Sicht interessant sind folgende Utilitiy-Stationen:
„10112,0 kHz – Türkisches Militärsystem Stanag4285, 8PSK, permanent, legal!“
„14000,0 kHz – Träger und oberes Seitenband, Mossad Israel mit Durchsagen für Agenten“
„14348,5 kHz – DPRK-FSK600, 600 Bd und 600 Hz Shift, Nordkoreanische Botschaft in Tripolis, Libyen, täglich morgens“
„21000,0 kHz – Intrudernetz in USB und Pactor 1 (verschlüsselt), Diplomatenfunk des sudanesischen Außenministeriums mit der Botschaft im Jemen“

„e-CALLISTO: ein Radiospektrometer für Profis und Amateure (3)“, Funkamateur Juli 2010, Seite 710 – 713

Im letzten Teil einer dreiteiligen Artikelserie (05/2010: Grundlagen der Radiospektronomie und das Projekt e-CALLISTO; 06/2010: e-Callistos Technik) widmen die Autoren Christian Monstein und Peter Wright den Blick auf den praktischen Einsatz des Selbstbau-Radiospektormeters e-Callisto.
Grundlegend kann gesagt werden, dass das Gerät nicht nur für Hobbyastronomen geeignet ist, sondern auch bei HF- und Radio-Monitoring-Interessierten auf Gegenliebe stoßen wird. Denn das Spektrometer erlaubt den Blick auf ein Frequenzabschnitt von 45 – 870 MHz! Somit ist dies eine zweckvolle Ergänzung im Shack, wenn zum Beispiel ein Perseus-SDR für das untere Frequenz-Segment eingesetzt wird.
e-CALLISTO wird grundsätzlich über einen Win-XP-Rechner angesteuert. Die Steuerung funktioniert über frei verfügbare Software (In der Hauptsache sind dies die Programme callisto.exe und FGeni.exe). „Das Aufnehmen der spektralen Übersicht dauert etwa 45 Sekunden, weil insgesamt 13.200 Kanäle zu messen und an den PC zu übermitteln sind.“ Die einzelnen Kanäle haben eine Breite von 62,5 kHz – mancher mag jetzt sagen, dass dies nicht ausreichend fein ist, um Jagd auf Aussendungen in notwendiger Präzision zu machen. Sicherlich ein guter Einwand, doch wenn man sich das gesamte Spektrum vor Augen hält, so ist eine bandweise Überwachung schon sehr aufschlussreich- z.B. wenn es darum geht UHF-Satelliten-Aktivitäten zu erkennen, um dann im Anschluss den Empfänger/Scanner genauer suchen zu lassen.
Da das aufgenommene Spektrum sehr groß ist und sich für eine Analyse nicht vernünftig auf einem Monitor darstellen lässt, werden die aufgenommene Signalpegel als rohe Messdaten (in mV) in ein ASCII-File geschrieben (eine Umrechnung in dB ist möglich, wenn man sein e-CALLISTO mittels Dummyload vermisst, um so das Geräterauschen später zu subtrahieren). Zur graphischen Darstellung des Spektrums ist es daher nötig, die Daten in Excel, Calc, MathCad, Maple, Mathemetica oder IDL zu importieren und entsprechend graphisch aufzubereiten. Dies ist in der heutigen Zeit, in der fast jeder Excel auf seinem Rechner hat, kaum ein nennenswertes Hindernis.
Der e-CALLISTO besteht aus einen handelsüblichen Phillips TV-Tuner CD1316, der auf einer Platine, die mit 2 ZF-Stufen, Filtern (letzte Stufe 300kHz), Microcontroller, EEPROM und RS232-Schnittstelle bestückt ist, montiert ist. Eine genaue Stückliste gibt es beim Funkamateur auf der Website. In Kürze wird es beim Shop des Funkamateur die notwendigen HF-Bauteile und die Platine geben, so die Autoren zum Abschluss des Artikels.

Wer sich für das Projekt interessiert, der findet auf dieser Seite die technische Dokumentation des e-CALLISTO-Instruments.

Ich bin gespannt und spiele schon jetzt mit dem Gedanken, mir einen e-CALLISTO aufzubauen – die Gesamtmaterialkosten belaufen sich laut Kalkulation der ETH auf ca. 160,- Euro. Die Platine kann über PCB-Pool für ca. 90,- Euro bezogen werden. Der Tuner ist schon im Shop des Funkamateurs mit 24,50 Euro gelistet und soll nach deren Angaben Ende Juni erhältlich sein. Ob auch die Platine über den FA zu beziehen ist, ist noch offen – eine Anfrage ist noch unbeantwortet. (1.7.: Update: Nach Rücksprache mit dem Funkamateur sieht es im Moment noch so aus, dass es lediglich bei dem Tuner bleibt – dieser ist aber jetzt erhältlich.)

14.9.10 – UPDATE: Nach einem Hinweis hier im Blog habe ich im Shop des Funkamateurs heute unter diesem Link die vom Funkamateur produzierte Platine gefunden. Diese wird ab Mitte September für 18,50 Euro erhältlich sein. So reduzieren sich die Gesamtkosten erheblich – eine tolle Nachricht!

Auf jeden Fall ein schönes Projekt, mal wieder vorgestellt im Funkamateur…

Presse-Spiegel Februar 2010

Im Presse-Spiegel für diesen Monat werde ich ein Schlaglicht auf folgende Artikel werfen:

Funkamateur

Einstieg in Hellschreiber, Teil 2

CQDL

Website informiert über OSCAR-Status

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“Einstieg in Hellschreiben“ Funkamateur Februar 2010, Seite 180 – 181

In der Fortsetzung geht Dieter Zimmermann auf zwei Seiten fokusiert auf den praktischen Einsatz des Verfahrens ein. Er erklärt dies anhand der Software HELLSCHREIBER von Nino Porcino (IZ8BLY).

Ferner gibt eine Info-Box die hauptsächlichen Frequenzen, auf denen Hellschreiben betrieben wird an, dies sind:

160 m 1,840 MHz
80 m 3,580 MHz – 3,584 MHz
40 m 7,040 MHz – 7,044 MHz
30 m 10,140 MHz – 10,144 MHz
20 m 14,074 MHz – 14,076 MHz
17 m 18,104 MHz
15 m 21,074 MHz – 21,076 MHz
12 m 24,924 MHz
10 m 28,074 MHz – 28,076 MHz

Die vom Feld Hell Club ermittelten Frequenzen gelten für Europa. Die Hauptbänder sind 20 m und 30m, fett dargestellt.

„Website informiert über OSCAR-Status“, CQDL Februar 2010, Seite 86

In einem kurzen Artikel informiert Autor Stefan Hüppner über die „neue Website…von David Carr“, auf der Besucher den aktuellen Status von AFu-Satelliten in tabellarischer Form erfahren. Die Website zeigt an einer Datums-Zeitachse, ob Transponder aktiv sind, bzw. ob Telemetrie oder Baken zu hören sind.

Die URL der Website: http://oscar.dcarr.org