Signalskitchen's Blog

HF, VHF, UHF: Monitoring, DXing, SWL, Signal-Analyse & SDR

Archiv für SDR

Sat.-Com: SatNOGS DIY-Satelliten-Bodenstation

Das Opensource-Projekt SatNOGS wurde heute bei Hackaday mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Auf dem ersten Blick scheint das ein wirklich vielversprechendes DIY-Projekt zu sein, insb. das entwickelte Trackingsystem „SatNOGS v2 Groundstation“ und die Antennen sehen interessant aus. Als RX wird ein RTL-SDR eingesetzt.
Hier für die Ungeduldigen der Link zu SatNOGS.

 

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Alexander

SDR: RF Analyzer App nun auch mit Demodulationsfunktion

In meinem vorherigen Posting hatte ich bereits über die neue App RF Analyzer für den Einsatz mit einem HackRF One von berichtet.

Nun hat der Autor Dennis Mantz eine neue App-Version (RF Analyzer 1.07) veröffentlicht, die er um eine Demodulationsfunktion für AM und FM erweitert hat. Dazu hat er neben einem Posting in seinem Blog auch ein kurzes Video veröffentlicht, in dem er die neue Funktion vorführt:

 

Neuerdings ist die App auch über den Google Play Store für -,79 € erhältlich, steht aber auch weiterhin auf der GitHub-Site zum download bereit.

Auf meine heutige Nachfrage, ob Mantz auch SSB-Demodulation in die App integrieren wird, bekam ich via youtube-Kommentar folgende Antwort:

„I will! But I might concentrate on getting in working with rtl-sdr first..“

Das stimmt doch freudig! Und die Besitzer der RTL-SDRs dürfen sich auch freuen…

 

Soweit von mit

73, Alexander

 

 

SDR: HackRF One mit Android App „RF Analyzer“ im Test

Noch vor wenigen Tagen habe ich etwas über die ersten Android-App-Versuche des Programmierer Dennis Mantz geschrieben. Die damals von ihm gezeigte App war noch ein erster Gehversuch. Mittlerweile hat Mantz auf seiner Website eine lauffähige Spektrum-Analyzer-App namens „RF Analyzer“ vorgestellt.

Den ausführlichen Beitrag im Blog von Mantz findet man hier.

Heute habe ich mir gleich einmal die App von Github geladen und die APX-Datei manuell auf meinem Android-Phone installiert, denn die App ist nicht im Google-Playstore gelistet.

Und was soll ich sagen: Dat läuft sofort!

Im Ruhezustand nimmt sich der HackRF 0,18A, ist die App aktiv, dann steigt der Verbrauch auf 0,32A an. Bei längerem Betrieb ist daher ein externer Zusatzakku auf jeden Fall zu empfehlen.

Ich habe einfach einmal ein kurzes Video zu meinem ersten Test gemacht:

 

Nun kann ich dann also mal den HackRF zusammen mit meiner Peilantenne portabel mit dem Smartphone testen…

Ich werde hier wieder berichten.

 

73, Alexander

Radio Direction Finding mittels handgeführter Peilantenne

Nach längerer Projekt-Laufzeit habe ich nun endlich meine sog. Handheld Direction Finding Antenna mit RX von 900-2600 MHz fertiggestellt.

Peilantenne mit iPhone und GPS-Kompass.

Peilantenne mit iPhone und GPS-Kompass.

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Die komplette Peilantenne. Lediglich das iPhone muss noch in die Halterung gesetzt werden. RX an die Antenne anschließen und los geht es.

Meine Vorrichtung ist an der bekannten HE300 von R&S angelehnt. Diese zwei Videos zeigen die Möglichkeiten der HE300 zusammen mit der tragbaren R&S-Peilanlage DDF007:

 

Als Antenne kommt eine LPDA von WA5VJB zum Einsatz. Die Antenne kann ggf. mittels einem an den Antennenausgang zwischengeschalteten LNA4ALL zu einer Aktiv-Antenne ausgebaut werden.

 

Wer mehr über die Entstehung und die Konstruktion erfahren möchte, der schaue doch einfach einmal in meinem zweiten Blog „Die Bastelkammer“ rein – zum letzten Beitrag, der sich der Peilantenne widmet gelangt man hier.

Die 3D-Druckdaten für die Herstellung der notwendigen Teile habe ich bei thingiverse eingestellt:

In den kommenden Tagen werde ich die gesamte Vorrichtung testen und hier entsprechend dokumentieren. Als RX werde ich einen kleinen RTL-SDR, den ich mittels SDRTouch am Android-Phone betreiben werde, verwenden.

Kurzer Nachtrag: Als RX werde ich zudem noch mein HackRF One mit der Android App RF Analyzer als RX ausprobieren, Für die Triangulation habe ich eine sehr vielversprechende App (Android und iOS) namens „SigTrax“ gefunden, mehr Infos dazu findet man hier auf der Website des Herstellers.

 

Soweit von hier.

73, Alexander

 

SDR: HackRF One mit Android-Device betreiben

Gestern bin ich über diesen Blogpost von Dennis Mantz gestolpert, der zeigt, wie er den HackRF One auf seinem Android-Smartphone an den Start gebracht hat.

Hier mal ein Video von Dennis, in dem der Einsatz des HackRF gezeigt wird:

Wie ich finde, eine großartige Sache!

Vielleicht wir des dann auch auf absehbare Zeit einen HackRF-Treiber für SDR Touch geben. Die App ist auf meinem Smartphone (Samsung Galaxy Note 3) mit dem RTL-SDR (Noxon DAB-Stick) sehr gut am werkeln…

73, Alexander

SDR: HackRF One – Erster Test mit verschiedenen Software-Paketen

Vor einigen Tagen ist mein HackRF One mit der Fracht-Post gekommen.

Seit dem teste ich diese kleine SDR-Frontend-Hardware mit unterschiedlichen Software-Paketen auf verschiedenen Plattformen.

Unter Linux (Kali Linux) konnte ich das Gerät bisher weder unter GNURadio (GRC) noch GQRX in Betrieb nehmen. Offensichtlich muss ich erst das Osmo-Source updaten.

Gleiches gilt offensichtlich für GQRX auf iOS.

Unter Win7 läuft der HackRF One aber auf Anhieb mit SDR#.

Ebenfalls ohne großen Aufwand habe ich das HackRF One SDR-Frontend mit der Software SDR-Radio in der Version 2.2. zum Laufen gebracht.

Hier einmal zwei Videos der Tests:

Den nächsten RX-Test will ich mal auf UHFSatCom und Inmarsat ausdehen. Für Inmarsat werde ich gleich meine neuen Antennenkonstruktion mit dem entwickleten Radome testen.

 

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Alexander

LAN-SDR Teil 1: Hintergrund RTL-SDR, LAN-SDR (Raspberry) und nötiges Equipment (Hardware, Software)

Raspi mit RTL-SDR & WLAN

Nach langer Funkstill in meinen Blog wollte ich mal wieder etwas zum Thema SDR berichten.

Vor gut drei Monaten bin ich über einen Artikel in der CQDL (Ausgabe 4/2013) gestolpert, der über einen kostengünstigen LAN-SDR berichtete. Im Zentrum des Erläuterung stand dabei ein DVB-T/DAB-USB-Stick, der als SDR zweckentfremdet wurde. Diese Art von Stick, auch als RTL-SDR bezeichnet, wurde aber nicht direkt an einem PC oder Laptop betrieben, sondern als abgesetzter RX mittels eines Raspberry PI.

Meine Neugierde war geweckt und es brannte mir unter den Fingernägeln, sich endlich mal wieder mit dem Thema SDR auseinander zu setzen – zumal sich ja in diesem Bereich der Funktechnik sehr viel getan hatte und die nötigen Investitionen sich in einem wirklich erschwinglichen Rahmen bewegen würden. Meinen Perseus hatte ich vor über zwei Jahren wegen Zeitmangel und Wenignutzung in den Ruhestand geschickt.

Was waren meine Vorstellungen, was man mit diesem Setup alles so anstellen kann?

Zum einen fand ich das kostengünstigen RTL-SDR-Konzept an sich hoch interessant – ein wirklich preiswertes Gerätchen. Es reizte mich aber auch der abgesetzte Betrieb eines SDR, ohne auf lange Koax-Kabelverbindungen angewiesen zu sein. Ich wollte einen RX betreiben, den ich auch mal auf dem Dachboden direkt an einer passenden Antenne installieren konnte und der sich dann drahtlos über das heimische Wlan-Netz betreiben lies. Dabei hatte ich nicht nur RX im VHF- und UHF-gedacht, sondern wollte auch ADSB-Signale empfangen und via adsbScope auf dem PC darstellen. Zudem sollte der optionale HF-Empfang möglich sein.

In einer kleinen Artikel-Serie möchte ich über meine Erfahrungen berichten. Dabei werde ich folgende Themen beleuchten:

  • Teil 1: Hintergrund RTL-SDR, LAN-SDR (Raspberry) und nötiges Equipment (Hardware, Software)
  • Teil 2: RTL-SDR: Betrieb direkt am PC
  • Teil 3: WLAN-SDR – Konfigurieren des Raspberry PI, einbinden ins WLAN
  • Teil 4 WLAN-SDR – Abgesetzter ADSB-Betrieb mit Dump1090 bzw. adsbScope, DIY-Antenne
  • Teil 5 HF-RX – Einsatz HF-Up-Konverter und Setup

Was also prädestiniert einen DVB-T/DAB-Stick dazu ein SDR zu werden?

Kern der SDR-RX-Anlage bildet ein zweckentfremdeter DVB-T/DAB Stick für den PC, der durch kleinste Bauweise und wenige passive Bauelemente besticht. Das „Herz“ geeigneter Sticks ist der verwendeten Chipsatz namens RTL2832U. Der RTL-Chip ist, abhängig von dem jeweiligen Stick-Hersteller, mit unterschiedlichen Tunern ausgerüstet. Dabei wird für den Erfolg als SDR, immer der RTL2832 Chip benötigt, zusammen mit gewissen Tunern. Der beste und breitbandigste Tuner ist der Elonics E4000, der ein Frequenzbereich von ca. 52 MHz bis 2200 MHz abdeckt, systembedingt durch den Aufbau des Tuners entsteht dabei eine Lücke im Bereich von ca. 1100 – 1200 MHz. Die Eckfrequenzen sind aber von USB-Stick zu USB-Stick unterschiedlich. Hier gibt es eine Übersicht der unterschiedlichen Sticks, die als RTL-SDR eingesetzt werden können.

Wie wird aus einem gewöhnlichen DVB-T-Stick ein SDR?

In der Vergangenheit gelang es einigen Programmierern, den direkten IQ-Stream über USB dieser Sticks abzugreifen. Durch diese Anzapfen des Datenstroms, der eigentlich den Herstellern und deren Software vorbehalten ist, wurden diese Sticks für universelle Zwecke nutzbar. Es ist keine Soundkarte als Demodulator nötig.

Bemerkenswert ist, dass die volle Bandbreite des RAW-Streams zwischen 0,9-3,2 MHz liegt – zum Vergleich: Der Perseus stellt ca. 2 MHz zur Verfügung! Für ein sauberes Ausgangssignal empfiehlt es sich beim RTL-SDR unter 2,8 MHz Bandbreite zu bleiben. Interessant ist die Möglichkeit, den Stream direkt über LAN weiterzugeben. Über WLAN stellt diese Bandbreite ein erhebliches Problem dar – doch dazu im Verlauf der Artikel-Serie mehr. Dadurch kann man Server-Systeme in Antennennähe aufbauen und aus der Ferne via LAN und Internet auf den RTL-SDR darauf zugreifen.

Softwareseitig werden zur Zeit in erster Linie Programme wie Gnuradio und SDR-Sharp (SDR#) mit dem RTL-SDR verwendet.

Hardwareseitig beschaffte ich die nötigen Geräte. Dies sind:

  • Ein Terratec NOXON DAB/DAB+ USBDongle Rev. 2 mit einem RTL2832U-Empfangbaustein (DVB-T COFDM Demodulator) und einem Elonics E4000 CMOS multi Band RF Tuner (Den Stick habe ich bei conrad gekauft, da dort die Rev.2 des Sticks erhältlich ist. Nur die Rev.2 hat den E400 CMOS verbaut.)
  • Ein Raspberry PI B inkl. Teko-Gehäuse und Micro-USB-Netzteil (bei Reichelt erstanden)
  • Ein WLAN-Stick TP-Link TL-WN722N (Vorteilhaft ist bei diesem Stick seine abschraubbare Wendelantenne mit einem SMA-Stecker)